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Jubel bei Robin Just. Er legte Pawel Dronia zum 2:0 auf. Bild: Christian Foelsner
Jubel bei Robin Just. Er legte Pawel Dronia zum 2:0 auf. Bild: Christian Foelsner

TOWERSTARS SIEGEN IN LANDSHUT MIT TAKTISCH SOLIDER LEISTUNG

26. November 2019

Die Ravensburg Towerstars konnten sich am Dienstagabend für die Heimniederlage am Sonntag rehabilitieren. Sie gewannen beim EV Landshut verdient mit 3:1.

Towerstars Coach Rich Chernomaz konnte für dieses Auswärtsspiel beim Aufsteiger wieder auf den zuletzt gesperrten Robin Just zurückgreifen, zudem entsandten die Schwenninger Wild Wings ihren 20-jährigen Förderlizenz-Stürmer Cedric Schiemenz. Weiterhin pausieren muss hingegen David Zucker, Calvin Pokorny musste aufgrund der 19 plus 2 Regel diesmal draußen bleiben.

Beim „Stelldichein“ der früheren Kollegen zeigten die Towerstars von der ersten Sekunde an, dass sie die Heimniederlage vom Sonntag vergessen lassen wollten. Schnell und schnörkellos rollten die Angriffe auf das gegnerische Tor und bereits nach 44 Sekunden musste sich der Neu-Landshuter Stürmer Mathieu Pompei mit einer Strafzeit vom Druck befreien. Das fällige Powerplay lief zwar gut durch die gegnerische Zone, Jaroslav Hübl im Tor der Niederbayern war jedoch auf dem Posten.

Generell waren die Towerstars im Startabschnitt die klar dominierende Mannschaft. Das Vorchecking war äußerst effektiv, auch das Umschaltspiel sorgte für ständigen Druck auf den Gegner. Nach knapp 11 Minuten konnte die Überlegenheit endlich auch in den Führungstreffer umgemünzt werden. Robin Just wollte die Scheibe mit einem Schlenzer von der blauen Linie einfach mal in Richtung Tor bringen, den von der Torhüterkelle abgelenkten Puck musste Andreas Driendl dann nur noch zum 1:0 über die Linie drücken.

Phasenweise sah das Spiel der Towerstars trotz gleicher Anzahl der Spieler auf dem Eis wie Powerplay aus, erst in den letzten sechs Minuten des Startdrittels kamen die Gastgeber besser ins Spiel. In Gefahr geriet die Führung auch, als Mathieu Pompei an der Mittellinie davonziehen wollte und Sören Sturm den früheren Kollegen nur mit einem Foul stoppen konnte. Die Unterzahl überstanden die Oberschwaben allerdings schadlos.

Im zweiten Spielabschnitt zogen die Gastgeber allerdings das Tempo an und die Towerstars gerieten ordentlich in Bedrängnis. Marco Wölfl, im ersten Abschnitt eher überschaubar beschäftigt, wurde jetzt im Sekundentakt geprüft. Es dauerte rund sechs Minuten, ehe die Towerstars ihren Rhythmus wieder gefunden hatten. In der 27. Minute hatten Thomas Brandl und Namensvetter Merl das 2:0 auf dem Schläger, drei Minuten später setzte Shawn O´Donnell aus kurzer Distanz den Puck an den rechten Pfosten.

Aber auch die Dreihelmenstädter gingen großzügig mit der Verwertung ihrer Chancen um. Knapp 35 Minuten waren gespielt, als die Towerstars zu einem ungünstigen Zeitpunkt einen fliegenden Wechsel vollzogen und Mathieu Pompei mit Robbie Czarnik völlig unbedrängt auf das Ravensburger Tor ziehen konnte. Marco Wölf schien eigentlich schon ausgespielt, doch Czarnik brachte den Puck mit der Rückhand nicht mehr aufs Tor.

Waren die Towerstars im zweiten Abschnitt defensiv nicht mehr ganz so souverän wie zuvor, konnten sie in der Schlussphase des Mittelabschnitts aber wieder einen großen Brocken auf dem Weg zum Erfolg wegräumen. Die erste Sturmreihe hatte sich in der gegnerischen Zone festgesetzt, Robin Just setzte auf rechter Seite dann Pawel Dronia in Szene und der hatte viel Raum und Zeit um Maß zu nehmen. Aus taktischer Sicht kam dieser Treffer zum 0:2 zweieinhalb Minuten vor der zweiten Pause natürlich sehr gelegen.

Sofort nach dem Anspielbully des Schlussabschnitts machte das Team von Coach Rich Chernomaz Druck, der nächste Treffer fiel jedoch auf der Gegenseite. Diesmal schalteten die Landshuter nach erobertem Puck blitzschnell um und beim 2-1 Konter traf Alexander Ehl mit einem trockenen Schuss ins linke Eck zum 1:2 Anschlusstreffer. Bei der Frage, ob die Partie zu kippen drohte, lieferte Cedric Schiemenz die richtige Antwort. Nur 35 Sekunden später fälschte der Schwenninger Förderlizenz-Stürmer einen Schuss von Matias Haaranen unhaltbar zum 3:1 ab.

Die Folgeminuten liefen dann weitgehend ausgeglichen ab, schon in der neutralen Zone wurde verbissen um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Wirklich hochkarätige und vor allem herausgespielte Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten in eher überraschbarer Anzahl. Brenzlig wurde es für die Oberschwaben allerdings ab der 52 . Minute. Zunächst kassierte Matias Haaranen gleich vier Strafminuten gleichzeitig, kaum wieder komplett ging Kilian Keller am Torraum zu rustikal in einen Zweikampf mit Max Brandl. Doch auch diese Unterzahl überstanden die Towerstars mit viel Kampf und gutem Stellungsspiel in Unterzahl.

Eineinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zog EVL-Trainer Axel Kammerer mit einer Auszeit und der Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers die vermeintlich letzte Option. Doch die Towerstars ließen sich den verdienten Sieg nicht mehr nehmen und tankten vor dem schweren nächsten Wochenende mit den Spielen gegen die Topteams Kassel und Heilbronn eine Zusatzportion Selbstvertrauen.

0:1 11:14 Andreas Driendl ( Robin Just , Pawel Dronia ) 0:2 37:40 Pawel Dronia ( Vincenz Mayer , Thomas Merl ) 1:2 42:01 Alexander Ehl ( Max Hofbauer , Maximilian Forster ) 1:3 42:36 Cedric Schiemenz ( Shawn ODonnell , Matias Haaranen ) Strafminuten: Landshut 4, Ravensburg 6 . Zuschauer: 2231