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TOWERSTARS HALTEN SPIEL BIS IN SCHLUSSPHASE HINEIN OFFEN
31. August 2018
Im vorletzten Heimspiel der Vorbereitung unterlagen die Towerstars dem Schweizer National League Vertreter Rapperswil-Jona Lakers zwar mit 2:4, sie boten jedoch bis in die Schlussphase hinein eine ebenbürtige Leistung.
Die Towerstars traten in dieser Begegnung mit dem Schwenninger Förderlizenzspieler Julian Kornelli an, der damit sein Debüt im Ravensburger Trikot gab.
Die ersten Minuten gehörten klar den Gästen, welche die Oberschwaben mit schnellen und präzisen Pässen unter Druck setzten. Towerstars Torhüter Jonas Langmann hatte da gleich einmal ausreichend Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Nach rund vier Minuten hätte das Team von Trainer Jiri Ehrenberger allerdings in Führung gehen können. Mathieu Pompei war vom großzügigen Raum vor dem gegnerischen Tor aber offenbar so überrascht, dass er die Scheibe aus kürzester Distanz am leeren Tor vorbei schob.
Ganze 13 Sekunden später zeigten sich die Eidgenossen auf der Gegenseite entschlossener. Top-Stürmer Steve Mason schlenzte den Puck zum 0:1 in den linken Torwinkel. Vorangegangen war eine schnelle Kombination, welche schon einmal einen Vorgeschmack auf die Stärke des NLA-Aufsteigers geben sollte.
Die Towerstars kamen in der Folgezeit aber immer besser ins Spiel und zwischen der 7. und 10. Spielminute gab es Möglichkeiten zum Ausgleich geradezu im Sekundentakt. Gleich zwei Lakers-Spieler weilten auf der Strafbank, die Gastgeber konnten die Phase der doppelten Überzahl allerdings nicht nutzen. Ab der zweiten Hälfte des Startabschnitt war das Testspiel vollkommen ausgeglichen, trotz Riesenmöglichkeiten auf beiden Seiten blieb es allerdings bis zur ersten Pause bei der knappen Führung für die Gäste.
Der zweite Spielabschnitt verlor leider den Spielfluss, was mitunter auch der äußerst strengen Regelauslegung der Hauptschiedsrichter geschuldet war. Jeweils viermal öffnete sich allein im zweiten Drittel die Tür zur Strafbank. Die jeweiligen Specialteams hatten also ausreichend Gelegenheit zur Praxis. Nutzen konnten die Überzahlformationen die Möglichkeiten allerdings nicht, umso umjubelter gestaltete sich da die 37. Minute. Mit Daniel Pfaffengut und Martin Kokes saßen zwei Ravensburger Cracks auf der Strafbank. Doch dann eroberte sich Pawel Dronia die Scheibe und wartete mit erfahrenem Auge, bis der von der Strafbank zurückgekehrte Pfaffengut an der gegnerischen Linie postiert war. Beim nachfolgenden Alleingang vernaschte der Ravensburger Stürmer den Lakers Torhüter durch die Schoner zum verdienten 1:1 Ausgleich.
Nur 47 Sekunden nach dem Wiederanspielbully brachte Josh Primeau die Schweizer aber gleich wieder in Führung. Auch hier ließen die Lakers den Puck schnell durch das Ravensburger Drittel laufen.
Der Schlussabschnitt – leider erneut von zahlreichen Strafzeiten geprägt – hätte dann durchaus auf Seiten der Towerstars kippen können. Das bei guter taktischer und spielerischer Leistung einzige Manko an diesem Abend sollte sich auch im Schlussabschnitt fortsetzen: die Chancenverwertung. Mehrfach konnten die Ravensburger Stürmer 2:1 Konter auf das gegnerische Tor fahren, doch Lakers Keeper Noel Bader war stets auf dem Posten.
Entschieden wurde das Spiel dann in der 53. Minute. Sekunden nachdem Daniel Pfaffengut und Olivier Hinse trotz Unterzahl den nicht unverdienten Ausgleich auf dem Schläger hatten, traf Fabio Hollenstein zum vorentscheidenden 1:3. Der Puck wurde hier aus einer unübersichtlichen Situation ins Tor bugsiert. Der hinzugezogene Videobeweis erbrachte allerdings keine Hinweise, den Treffer nicht zu geben. Martin Ness ließ rund zwei Minuten vor Schluss das 1:4 folgen, damit war die Sache gelaufen. Immerhin belohnten sich die Towerstars für die durchaus gute Leistung mit dem Schlusspunkt. Erneut waren die Ravensburger Cracks in numerischer Unterzahl, als 48 Sekunden vor der Schlusssirene Daniel Schwamberger mit einem Treffer Marke „Bauerntrick“ das 2:4 markierte.
Überschattet wurde das Spiel leider von der nächsten Verletzung eines Towerstars Schlüsselspielers. David Zucker wurde von einem Schuss getroffen, er erlitt eine Fraktur. Weitere Untersuchungen werden klären, wie lange eine Pause von Nöten sein wird.