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Schon im ersten Spielabschnitt lagen die Towerstars zurück, hier fällt gerade das 2:0. Bild:  F.Enderle
Schon im ersten Spielabschnitt lagen die Towerstars zurück, hier fällt gerade das 2:0. Bild: F.Enderle

TOWERSTARS GEHEN IN HEILBRONN LEER AUS

13. Oktober 2019

Für die Ravensburg Towerstars gab es am Sonntag beim Tabellenzweiten Heilbronn keine Punkte zu ernten. Die Oberschwaben unterlagen mit 2:5, drei der fünf Treffer fielen während beziehungsweise angezeigten Strafzeiten.

Die Towerstars konnten beim Gastspiel in Heilbronn wieder auf Wild Wings Förderlizenzspieler Boaz Bassen zurückgreifen, er wurde aufgrund des Ausfalls von Justin Volek diesmal in die vierte Sturmreihe beordert. Die Zuschauer in der Heilbronner Kolbenschmidt Arena sahen schon in den Startminuten schnell vorgetragene Angriffe, hochkarätige Möglichkeiten gab es allerdings erst in der 3. Minute, als Falken Verteidiger Kevin Maginot in der Halbdistanz frei zum Schuss kam.

Nach rund acht Minuten eröffnete sich auf der Gegenseite die erste klare Torchance für die Towerstars. Ein ins eigene Tor gerutschter Verteidiger machte Falken-Torhüter Mirco Pantkowski ein paar Sekunden handlungsunfähig,  doch die zweite Ravensburger Sturmreihe konnte daraus keinen Profit schlagen. Auch ein Break von Robin Just blieb ohne Treffer, er wurde abgedrängt und der Winkel war letztlich zu spitz.

Es ging danach mit leichten optischen Vorteilen für Heilbronn weiter, der erste Treffer der Partie folgte in der 16. Minute. Ein Puckverlust der Towerstars an der  gegnerischen blauen Linie ermöglichte den Falken einen schnellen Gegenstoß, Bryce Gervais drückte frei am rechten Pfosten den Puck über die Linie. Kurz vor der ersten Pause musste das Team dann auch noch den zweiten Gegentreffer schlucken. Gerade einmal 16 Sekunden weilte Sören Sturm wegen Beinstellens auf der Strafbank, dann hatte das effektivste Powerplay der Liga auch schon zugeschlagen. Yannik Valenti zog aus halblinker Position ab, Olafr Schmidt hatte beim 2:0 für den Tabellenzweiten keine Chance.

Nach den ersten eher zaghaften Minuten im zweiten Spielabschnitt übernahm Heilbronn dann klar die Kontrolle. Stefan Della Rovere schlenzte bei angezeigter Strafzeit zum 3:0 ein. Olafr Schmidt hatte hier erst recht keine Abwehrmöglichkeit, da der zuvor gefoulte Falken-Spieler zusammen mit ihm im Tor lag. Der Gegentreffer sorgte auf Ravensburger Seite für einiges an Verunsicherung und nur 59 Sekunden später war der Towerstars Keeper zum vierten Mal geschlagen. Die Vorderleute leisteten sich einen fatalen Puckverlust an der gegnerischen blauen Linie, Valentino Klos schloss das 2-1 Break eiskalt zum 4:0 ab.

Die  Towerstars gerieten angesichts dieses Rückstands böse ins Schwimmen. Heilbronn drehte jetzt mächtig auf und der inzwischen eingewechselte Towerstars Keeper Marco Wölfl hatte Höchstarbeit zu verrichten. Kurioserweise brachte ausgerechnet dessen Gegenüber Marco Pantkowski die Towerstars ins Spiel zurück. Einen zur Befreiung in numerischer Unterzahl aus dem Drittel hinausgeschobenen Puck legte der Falken Keeper dem nachgespurteten Yannick Drews mustergültig auf den Schläger, nur noch 4:1.

Als Pantkowski dreieinhalb Minuten später einen Schuss von Vincenz Mayer zum 4:2 durch die Schoner passieren ließ, durften die 50 mitgereisten Ravensburger Fans noch einmal Hoffnung schöpfen. Diese erhielten in der Startphase des Schlussabschnitts allerdings gleich wieder einen Dämpfer. Thomas Merl musste nach nur 30 Sekunden wegen Stockschlags auf die Strafbank, eineinhalb Minuten später folgte Max Kolb aufgrund eines unglücklich über die Glasumrandung verirrten Befreiungsversuchs nach. Die doppelte Überzahl wussten die powerplaystarken Falken erneut zu nutzen und wieder war es Valenti, der per Direktabnahme zum 5:2 in die Maschen hämmerte.

Zwar versuchten die Ravensburger Cracks noch einmal alles, doch die Gastgeber hatten ihr Selbstvertrauen der ersten 38 Minuten zurückgewonnen und spielten den Sieg über die Zeit. „Eigentlich haben wir heute ein solides Spiel gemacht, aber wenn man vorne die Möglichkeiten nicht nutzt, bekommt man hinten dann leider die Quittung dafür“, sagte Towerstars Coach Tomek Valtonen nach dem Spiel.