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Wie schon im Hinspiel in Freiburg taten sich die Towerstars schwer gegen die Wölfe. Bild: Kim Enderle
Wie schon im Hinspiel in Freiburg taten sich die Towerstars schwer gegen die Wölfe. Bild: Kim Enderle

TOWERSTARS FINDEN GEGEN WÖLFE ERNEUT KEIN REZEPT

3. Oktober 2019

Auch im zweiten Aufeinandertreffen mit dem EHC Freiburg haben die Towerstars den Kürzeren gezogen. Sie unterlagen vor 2524 Zuschauern in der CHG Arena mit 2:4, wie schon im Hinspiel waren die Wölfe in den entscheidenden Phasen des Spiels effektiver.

Beide Mannschaften suchten von Beginn den schnellen Weg in die gegnerische Zone, die jeweiligen Defensivabteilungen machten an der eigenen blauen Linie jedoch die Räume eng. Daher sollte sich das Spielgeschehen in den ersten zehn Minuten der Begegnung weitgehend egalisieren und wirklich hochkarätige Möglichkeiten blieben zunächst aus. Eine Strafzeit gegen die Towerstars in der 11. Minute läutete dann eine etwas andere Phase ein. Zwar konnte Freiburg diesen numerische Vorteil genauso wenig nutzen wie drei Minuten später die Towerstars, das Spiel nahm jetzt aber Fahrt auf und die Zuschauer in der CHG Arena bekamen eine ganze Reihe an Torszenen zu sehen.

Der erste Treffer ließ bis zur 17. Minute auf sich warten. Gerade war eine Strafzeit gegen Freiburg abgelaufen, da schalteten die Gäste mit einer zunächst tief hinter das Tor gespielten Scheibe blitzschnell. Vom anschließenden Pass in den Rückraum wurde die Ravensburger Hintermannschaft überrascht und Philipp Rießle hatte alle Zeit der Welt, den Puck präzise in den rechten Torwinkel zu schlenzen. Chancen auf den Ausgleich gab es für die Gastgeber danach einige, doch bis zur ersten Pause blieb es beim 0:1 für Freiburg. Auch deshalb, weil 45 Sekunden vor der Drittelsirene der Puck zwar im Freiburger Tor war, David Zucker den Stock aber deutlich zu hoch hatte.

Im zweiten Spieldrittel forcierten die Towerstars vom Anspielbully weg das Tempo, die neutrale Zone wurde mit präzisen Pässen deutlich schneller überbrückt als zuvor. Sie hatten jetzt ein deutliches Übergewicht an Spielanteilen und klaren Chancen. Problematisch wurden aber die Zweikämpfe, die zwischen der 26. und 31. Minute nach diskussionswürdigen Entscheidungen der Unparteiischen mit Strafzeiten geahndet wurden. Während die zwei Minuten gegen Kilian Keller schadlos abliefen, nutzte Freiburg die Strafe gegen Max Kolb zum 0:2. Ein von Scott Allen abgefälschter Schuss von Linsenmaier schlug flach im Ravensburger Tor ein. Die Towerstars zeigten aber die richtige Reaktion. Weitere 42 Sekunden später traf Matias Haaranen entschlossen zum 1:2 Anschlusstreffer. Das Spiel war jetzt auf der Kippe, der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Doch wo immer die Towerstars Offensivakteure auch hinschossen, Benjamin Meisner im Wölfe Tor war zur Stelle und Freiburg rettete sich in die Drittelpause. Robin Just beispielsweise war in seinem 700. Zweitligaspiel der Karriere vier Sekunden vor der Sirene um Zentimeter dem Ausgleich nahe.

Dass die Oberschwaben im Schlussabschnitt noch mehr Druck nach vorne entwickeln mussten, verstand sich von selbst. Zunächst liefen die Angriffe zielstrebig nach vorne, doch defensiv war man anfällig für Fehler. Knapp drei Minuten waren gespielt, da bekam Peter Spornberger die Scheibe in den Rückraum auf den Schläger, der platzierte Schuss schlug hinter dem sichtlosen Olafr Schmidt zum 1:3 ein. Den Schock über den fatalen Start ins Schlussdrittel hatten die Towerstars nach rund vier Minuten gut verdaut. Vor dem Freiburger Tor spielten sich dramatische Szenen ab, im unübersichtlichen Getümmel vor dem Wölfe-Tor schaltete Jeff Hayes dann am schnellsten und schob zum 2:3 ein. Die Unparteiischen konsultierten aufgrund eines Ravensburger Spielers im Torraum zwar den Videobeweis, da diese Situation allerdings durch einen Crosscheck eines Freiburger Verteidigers provoziert wurde, war der Treffer regelgerecht.

Die Towerstars waren wieder dran und nahmen das gegnerische Tor mächtig unter Beschuss. Zum Leidwesen von Wölfe Torhüter Benjamin Meisner, der einen Schlagschuss frontal auf die Maske bekam, benommen liegenblieb und das Spiel letztlich auch beenden musste. Für ihn kam Lois Benzing, der sich über mangelnde Beschäftigung sicherlich nicht beklagen durfte. Doch der unfreiwillige Torhüterwechsel hatte einen prägenden Effekt. Die Freiburger Defensive hing sich für den „kalten“ Ersatztorhüter engagiert rein, die Towerstars wirkten bei ihren Angriffsbemühungen mehr und mehr verkrampfter. Auch die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines 6. Feldspielers brachte die Oberschwaben dem Ausgleich leider nicht näher. Als sich die Wölfe eine halbe Minute vor Schluss mit einem Heber aus der eigenen Zone befreien konnten, machte Luke Pither mit dem Schuss ins leere Ravensburger Tor den Sack endgültig zu.

„Wir waren mit dem Kopf leider irgendwo anders heute, ich bin sehr enttäuscht“, sagte Towerstars Coach Tomek Valtonen nach dem Spiel. „Freiburg hat sich die drei Punkte definitiv verdient“, ergänzte er in der Pressekonferenz. Bildergalerie

0:1 16:22 Philip Rießle ( Scott Allen , Cam Spiro )
0:2 30:25 Scott Allen ( Nikolas Linsenmaier, Alexander Brückmann, 4:5 )
1:2 31:07 Matias Haaranen ( Thomas Supis , Jakub Svoboda )
1:3 42:56 Peter Spornberger ( Christian Bauhof , Nick Pageau )
2:3 47:10 Jeff Hayes ( Andreas Driendl , Jakub Svoboda )
2:4 59:30 Luke Pither ( Scott Allen , Cam Spiro )
Strafzeiten: Ravensburg 10, Freiburg 8.
Zuschauer: 2524.