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TOWERSTARS BLEIBT TROTZ GUTER LEISTUNG NUR 1 PUNKT
20. Februar 2026
Die Ravensburg Towerstars konnten im Topspiel gegen den Tabellendritten Rosenheim nur einen Punkt ernten. Die Oberschwaben konnten mit viel Kampf und Moral einen zweimaligen Rückstand ausgleichen, im erforderlichen Penaltyschießen setzten sich aber dann doch die Gäste durch. Während das Team von Coach Bo Subr den Angriff auf Platz 3 nun abhaken kann, wird die Verteidigung des Viertelfinaltickets zur großen Herausforderung.
Beide Teams lieferten flotte Startminuten und zeigten von Beginn an viel Zug zum Tor. Während die Gäste vorrangig durch ihr schnelles Umschaltspiel für Gefahr sorgten, konnten sich die Towerstars immer wieder auch über längere Phasen in der gegnerischen Zone festsetzen und sich so in Schussposition bringen. Gleich zwei Großchancen innerhalb einer halben Minute hatte beispielsweise Erik Karlsson in der 6. Minute. Er fand jeweils im Slot freistehend seinen Meister allerdings im Starbulls-Keeper Oskar Autio. Zwei Minuten später konnten die Ravensburger Fans in der mit 3184 Zuschauern gut gefüllten CHG Arena dann auch prompt die Führung bejubeln. Louis Latta hielt im Slot die Kelle in einen Schuss von Julian Eichinger und der unhaltbar abgefälschte Puck schlug zum 1:0 ein. Auch in den Wechseln danach ließen die Oberschwaben die Scheibe flüssig laufen, dann aber wurde die Druckphase durch eine Strafzeit gegen Florin Ketterer unterbrochen. Der Ravensburger Verteidiger hatte bei einem Alleingang den Gegenspieler vom Puck getrennt, nach Ansicht der Schiedsrichter allerdings regelwidrig. Das nachfolgende Überzahlspiel gestalteten die Gäste druckvoll und letztlich erfolgreich. Ville Järveläinen traf per verdeckter Direktabnahme zum 1:1. Danach hingen die Oberschwaben sichtlich durch, defensiv gab es einige Probleme. Erst in der Schlussminute des Startdrittels hatten sich diese gelegt und die erneute Führung hätte durchaus fallen können.
Im zweiten Spielabschnitt musste Towerstars-Keeper Ilya Sharipov nach 65 Sekunden bei einem Alleingang von Lukas Laub Ruhe bewahren. Die Szene zeigte, dass Rosenheim auch weiterhin auf eine kompakte Defensive und schnelle Konter setzte. Nach vorne hatten die Oberschwaben im weiteren Verlauf eine Vielzahl an Möglichkeiten. In der 25. Minute hatte Nick Latta innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal das 2:1 auf dem Schläger. Er scheiterte aus kurzer Distanz jedoch am starken Oskar Autio. Der stand auch weiterhin im Brennpunkt und war mit verantwortlich für das Problem, dass die Towerstars zu viele Chancen liegen ließen. Nur eine Minute später wurde dieser Umstand ärgerlich, denn mit einer ihrer wenigen Möglichkeiten zu Beginn des zweiten Drittels erzielten die Starbulls den Führungstreffer. Einen schnellen Gegenangriff, bei dem die Towerstars-Defensive die Zuordnung nicht effektiv fand, drückte der freistehende Charlie Sarault mühelos zum 1:2 ein. Prinzipiell steckten die Oberschwaben den Gegentreffer gut weg, die druckvollen Angriffe konnten jedoch nicht zum Ausgleich genutzt werden. Auch nicht in der Schlussphase des Mitteldrittels, als es ab der 37. Minute zu mehreren Strafzeiten kam. Ex-Towerstars-Stürmer Luigi Calce leitete mit einem Foul nach dem Abpfiff eine Revanche von Marvin Schmid ein. Während der Rosenheimer Stürmer für zwei Minuten auf die Strafbank musste, traf es den Towerstars-Akteur mit einer 5-plus-Spieldauerstrafe wegen Stockchecks. Als kurz danach Rosenheims Lukas Laub wegen Beinstellens in die Kühlbox musste, hatten die Towerstars dann sogar eine längere Überzahl. Diese blieb trotz vielversprechender Einschusschancen allerdings ungenutzt.

(Ravensburg Towerstars) (Starbulls Rosenheim)
Den Schlussabschnitt mussten die Towerstars über eineinhalb Minuten zunächst die verbliebene Restzeit der großen Strafe überstehen. Das gelang mit Kampf und Moral und der Jagd nach dem Ausgleich stand nichts mehr im Wege. In einem hart umkämpften Spielgeschehen boten beide Teams fortan Szenen wie in einem Play-off-Spiel und es dauerte bis zur 57. Minute, ehe der verdiente Ausgleich endlich fiel. Thomas Reichel setzte sich entschlossen im Slot durch und schob den Puck mit der Rückhand zum 2:2 über die Linie. Beide Mannschaften stellten die Nervenstärke ihrer Trainer und Fans in den verbliebenen Minuten der regulären Spielzeit mehr als auf die Probe. Bis zur allerletzten Sekunde blieb es spannend. Eher weniger spektakulär war hingegen die anschließende Verlängerung, in der wirkliches Risiko vermieden wurde. Das taktisch geprägte Puckgeschiebe brachte dann auch keine Entscheidung, und es ging ins Penaltyschießen. Dort erwies sich Rosenheims Dauerbrenner Ville Järveläinen als abgezockt, als er Ilya Sharipov den Puck gleich zweimal durch die Schoner drückte. Auf der Gegenseite traf Odeen Tufto nur im regulären Durchlauf, im alles entscheidenden Tiebreak scheiterte er an Oskar Autio und der Zusatzpunkt ging an Rosenheim.
„Wir sind natürlich enttäuscht über die Punkteausbeute. Wir sind leider zu lange dem Rückstand hinterhergerannt und haben uns auch zu sehr von Szenen, die wir nicht beeinflussen können, ablenken lassen“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr nach dem Spiel.
Da sämtliche Verfolger der Towerstars auf den Tabellenrängen 5 bis 7 ihre Freitagsspiele gewannen, schmolz der Punktepuffer nach hinten weiter. Damit wird das Gastspiel der Towerstars beim Tabellensiebten Lausitzer Füchse am Sonntag zum viel zitierten „6-Punkte-Spiel“. Anspielbully ist um 17 Uhr, Sporteurope.TV überträgt das Spiel live.
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