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Bild: F.Enderle
Bild: F.Enderle

TOWERSTARS BEHALTEN AM ENDE DIE NERVEN

10. Februar 2019

Mit einem 4:3 Sieg nach Penaltyschießen haben die Towerstars zwei ganz wichtige Punkte  erkämpft. Das gesamte Spiel mit vielen Strafzeiten war allerdings ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle.

Die Towerstars hatten in diesem Spiel schon in der Startminute eine sehr gute Einschhussmöglichkeit durch Robbie Czarnik, David Zucker wurde zweieinhalb Minuten später am Torraum in aussichtsreiche Position gebracht. Während die Ravensburger Stürmer ihre Gelegenheiten nicht nutzen konnten, gelang den Gastgebern auf der Gegenseite mit einem ihrer ersten gefährlichen Schüsse der 1:0 Führungstreffer. Jakub Svoboda musste in der 4. Spielminute auf die Strafbank, 35 Sekunden später hämmerte Justin Kirsch die Scheibe per Direktabnahme über die Fanghand von Towerstars Keeper Jonas Langmann.

Die Partie war danach weitgehend ausgeglichen, in der Schlussphase entwickelten die Oberschwaben aber deutlich mehr Druck und das wurde belohnt. Die zweite von direkt aufeinanderfolgenden Strafzeiten gegen Heilbronn nutzte Robin Just aus kurzer Distanz zum 1:1 Ausgleich. Bis zur ersten Pause passierte nichts mehr.

In den zweiten Abschnitt starteten die Towerstars äußerst selbstbewusst und sie ließen die Scheibe schnell und präzise durch das gegnerische Drittel laufen. Dabei setzten sie sich lange Zeit im Heilbronner Drittel fest. In der 24. Minute war es allerdings ein schnell vorgetragener Konter, der die erstmalige Ravensburger Führung einbrachte. David Zucker spielte den mitgelaufenen Jakub Svoboda frei und der ließ Falken Keeper Mirko Pantkowski keine Chance – 1:2.

Chancen, den Vorsprung weiter auszubauen gab es einige, doch mit Strafzeiten hemmten die Towerstars leider selbst den Spielfluss. Dreieinhalb Minuten vor der zweiten Pause glichen die Gastgeber in numerischer Überzahl aus, 10 Sekunden später wären die Towerstars wieder komplett gewesen. Kurz danach folgte die nächste Strafe gegen Pawel Dronia, doch diesmal fiel der Treffer auf der Gegenseite. Mathieu Pompei vernaschte ab der blauen Linie die komplette Heilbronner Abwehr und schob trocken zur 2:3 Führung ein.

Auch der Schlussabschnitt war geprägt von zahlreichen Strafzeiten, in der 47. Minute traf es vorrangig die Towerstars. Mit Max Kolb und Vincenz Mayer setzte es gleich eine doppelte Unterzahl, diese wusste Heilbronn prompt zu nutzen. Justin Kirsch schlenzte aus der zweiten Reihe zum 3:3 Ausgleich in die Maschen. Danach war es ein offener Schlagabtausch und in der verbleibenden Zeit bis zur Schlusssirene hätten beide Mannschaften die Partie für sich entscheiden können.

Vor allem die Towerstars hatten kurz vor Schluss noch zwei Riesenchancen durch David Zucker und Robbie Czarnik. Doch weitere Treffer blieben aus und es ging in die Verlängerung. Dort hatten die Towerstars die große Möglichkeit auf die Entscheidung, denn diesmal öffnete sich für einen Heilbronner Spieler die Strafbanktür. Trotz gutem Powerplay gelang die Entscheidung allerdings nicht und es ging ins Penaltyschießen. Dort gab es ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle. Mehrfach wechselte bei insgesamt acht Runden der Vorteil. Den achten Versuch setzte Mathieu Pompei abgebrüht ins Netz und da auf der Gegenseite ein starker Jonas Langmann den Anlauf von Greg Gipson entschärfte, nahmen die Towerstars auch den Zusatzpunkt mit.

Aufgrund der parallelen Penalty-Niederlage von Frankfurt in Bad Nauheim sind die Towerstars und Löwen wieder punktgleich. Das Duell beider Mannschaften am nächsten Sonntag um 18.30 Uhr in der CHG Arena wird damit zum absoluten Top-Spiel.

1:0 04:00 Kirsch (Maschmeyer, Lambacher,5:4), 1:1 17:59 Just (Svoboda, Pompei, 5:4), 1:2 23:47 Svoboda (Zucker), 2:2 36:19 Damon (Lavallée, 5:4) 2:3 38:44 Pompei (Just, Pozivil, 4:5), 3:3 47:21 Kirsch (Helms, Maschmeyer, 5:4), 3:4 65:00 Pompei (Penalty) Strafzeiten: Heilbronn 18, Ravensburg 20, Zuschauer 1327