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SPÄTER AUSGLEICH AM ENDE OHNE WERT
20. März 2026
Die Ravensburg Towerstars mussten am Freitagabend den Bietigheim Steelers das glücklichere Ende überlassen. Die Oberschwaben unterlagen in der ausverkauften EgeTrans Arena mit 4:5 nach Verlängerung – damit steht es in der „Best-of-Seven“-Serie 1:1.
Die Partie begann für das Team von Coach Bo Subr ungünstig. Mit ihrem ersten kontrollierten Angriff in der Ravensburger Zone drückte Bastian Eckl den Puck zum 1:0 über die Linie – gerade einmal 70 Sekunden waren gespielt. Als eine Minute später Alec Ahlroth wegen Haltens auf die Strafbank musste, drohte bereits das nächste Unheil. Doch die Towerstars agierten clever, verleiteten die Steelers beim Forechecking zu einem Fehlpass und Nikita Kessler netzte allein vor Olafr Schmidt zum 1:1-Ausgleich ein. Es folgte ein spannendes Hin und Her und beide Teams erspielten sich zahlreiche Offensivszenen. In der 8. Minute wurde diese Phase jedoch unterbrochen: Diesmal kassierten die Gastgeber eine Strafzeit. Das Powerplay war allerdings seinen Namen nicht wert, denn die Towerstars kamen kein einziges Mal in ihre Formation. Dieser Umstand war jedoch schnell vergessen, denn nur zwei Sekunden nach Ablauf der Strafe traf Nikita Kessler zum 1:2. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels blieb die Partie weitgehend ausgeglichen, wobei die Towerstars die klareren Chancen hatten.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Schlagabtausch. Dann jedoch leisteten sich die Towerstars einen Puckverlust an der blauen Linie. Die Steelers schalteten blitzschnell und Jack Dugan hämmerte den Puck per Direktabnahme zum 2:2-Ausgleich in die Maschen. Fortan gehörte das Spiel den Hausherren, die den Puck schnell durch die neutrale Zone brachten und die Ravensburger Defensive zunehmend unter Druck setzten. In der 33. Minute konnte auch Towerstars-Torhüter Ilya Sharipov die vorangegangenen Fehler nicht mehr ausbügeln: Mike Fischer stand völlig frei und schob zur 3:2-Führung für Bietigheim ein. Der Treffer war bitter, denn gerade hatten sich die Towerstars wieder mehr Spielanteile erarbeitet. Doch sie nutzten die verbleibende Zeit im zweiten Drittel, fanden zurück ins Spiel und kamen prompt zum Ausgleich. Nach einem Schlagschuss von Simon Sezemsky landete der Abpraller direkt vor den Füßen von Erik Karlsson, der keine Mühe hatte, zum 3:3 einzuschieben.
Im Schlussabschnitt war Hochspannung angesagt. Die mit 4.412 Zuschauern ausverkaufte EgeTrans Arena verwandelte sich in einen regelrechten Hexenkessel. Die perfekte Möglichkeit, die Stimmung etwas zu dämpfen, hatte Erik Karlsson nur 62 Sekunden nach Wiederbeginn: Bei einem 3-gegen-2-Konter stand er frei vor dem Tor, doch die Scheibe zischte über die Latte. Kurz darauf hatte Bietigheim durch Bastian Eckl die nächste Chance, doch Ilya Sharipov blieb im Eins-gegen-eins Sieger. Wenig später war der Ravensburger Keeper jedoch geschlagen: Einen scharfen Pass von Jack Dugan lenkte Cole Fonstad zum 4:3 über die Linie.
Den Towerstars blieb noch genügend Zeit, auch diesen Rückstand auszugleichen. Gegen die entschlossen verteidigenden Steelers bissen sich die Ravensburger Stürmer jedoch lange die Zähne aus. Die Uhr tickte unaufhaltsam in Richtung Schlussphase und Coach Bo Subr nahm 125 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit und zog den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers. Dreimal konnten sich die Steelers befreien, doch schließlich kamen die Oberschwaben noch einmal in ihre Formation und Robbie Czarnik traf aus der Halbdistanz zum viel umjubelten 4:4-Ausgleich. Die rund 450 mitgereisten Ravensburger Fans waren außer sich vor Freude.
Wie schon am Dienstag ging es damit auch im zweiten Spiel in die Verlängerung. Dort hatten diesmal die Steelers das bessere Ende für sich. In der 64. Minute verloren die Towerstars bei einem Angriff den Puck, Cole Fonstad bediente den in der neutralen Zone gestarteten Jack Dugan und dieser überwand Ilya Sharipov bei seinem Alleingang zum entscheidenden 5:4.
„Wir haben uns erneut ein schwaches zweites Drittel geleistet. Insgesamt waren es einfach zu viele Fehler, die in einem Playoff-Viertelfinalspiel gegen einen offensiv so starken Gegner nicht passieren dürfen“, sagte ein unzufriedener Towerstars-Trainer Bo Subr.
Eine neue Chance auf den zweiten Seriensieg gibt es für die Towerstars am Sonntag. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr. Tickets sind noch im Fanshop in der Marktstraße 20, bei den Vorverkaufspartnern von Reservix, online im Ticket-Webshop sowie an der Abendkasse erhältlich. Das Spiel wird zudem live auf Sporteurope.TV übertragen.
