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Symptomatisch für das Spiel: Die Towerstars hatten Riesenchancen, Bietigheim war effektiver. Bild: F.Enderle
Symptomatisch für das Spiel: Die Towerstars hatten Riesenchancen, Bietigheim war effektiver. Bild: F.Enderle

NIEDERLAGE IM LÄNDLES-DERBY

1. November 2019

Die Ravensburg Towerstars konnten am frühen Freitagabend beim Gastspiel in Bietigheim nichts ernten. Sie unterlagen mit 1:4, aufgrund der Vielzahl von Torchancen und dem einen oder anderen Geschenk der eigenen Defensive war dieser Abend natürlich nicht zufriedenstellend.

Die Ravensburg Towerstars mussten auf Thomas Supis verzichten, Kilian Keller war nach seiner Verletzungspause zwar in Bietigheim mit dabei, konnte aufgrund der Ü24 Regelung allerdings nicht in die Aufstellung. Im Tor stand als Startup wie schon am vergangenen Wochenende Olafr Schmidt.

Die Towerstars starteten in die Partie gleich einmal mit viel Zug zum Tor, nach knapp einer Minute zeigte sich Sören Sturm für die erste Chance verantwortlich. Sein noch leicht abgefälschter Schlenzer von der blauen Linie landete allerdings nur am linken Pfosten. Nur wenig später geriet auch das Ravensburger Tor in Gefahr, Frederic Cabana setzte die Scheibe zwei Minuten später aber knapp vorbei.

In der Folgezeit sahen die Zuschauer in der EgeTrans Arena eine flüssig vorgetragene Partie, in der die Towerstars spielerische Vorteile und auch deutlich mehr Schüsse auf das gegnerische Tor verzeichneten. Diese Details wurden nach zwölf Minuten jedoch über den Haufen geworfen. Die Towerstars verloren den Puck in der gegnerischen Zone, sofort lief der 2-1 Gegenangriff und der noch ganz leicht von einem eigenen Stock abgefälschte Schuss von Zientek zischte halbhoch zum 1:0 für Bietigheim ins linke Eck.

Die Towerstars wirkten wenig geschockt und erarbeiteten sich alsbald die nächsten hochkarätigen Möglichkeiten. Lichterloh brannte es im Steelers Torraum beispielsweise zwischen der 16. und 20. Spielminute. Zweimal hatte das Team von Coach Tomek Valtonen aufgrund von Strafen gegen die Hausherren einen Mann mehr auf dem Eis, es blieb bis zur ersten Pause aber beim 1:0. Den zweiten Spielabschnitt startete die erste Ravensburger Sturmreihe mit einer Großchance bei einem 3:1 Break. Jakub Svoboda versuchte es selbst, traf aber nur die Oberkante der Latte.

Eine Unterzahl gegen David Zucker in der 21. Minute überstanden die Towerstars zwar schadlos, der Spielfluss bröckelte aber dennoch immer mehr ab und das spielte den Steelers in die Karten. In der 30. Minute stimmte die Zuordnung in der eigenen Zone nicht und plötzlich stand Dennis Swinnen frei vor dem Torraum. Der Bietigheimer Stürmer bugsierte die Scheibe im Fallen auf das Tor, äußerst unglücklich rutschte der Puck dann durch die Schoner von Olafr Schmidt zum 2:0 über die Linie.

Der Stadionsprecher wollte den Treffer gerade ansagen, da zappelte die Hartgummischeibe zum dritten Mal im Ravensburger Netz. Frederik Cabana hatte kurz nach der blauen Linie abgezogen und überraschte den Towerstars Keeper mit dem 3:0. Coach Tomek Valtonen setzte sofort ein Zeichen und tauschte den Torhüter, Marco Wölfl stand fortan zwischen den Pfosten.

Aber auch die Gastgeber waren an diesem Abend offensichtlich großzügig mit Geschenken. Nur eine halbe Minute nach dem Anspielbully nutzte Jakub Svoboda ein Missverständnis der Steelers, zog auf und davon und verwandelte den Sololauf eiskalt zum 3:1. Drei Treffer innerhalb von 55 Sekunden, es war viel geboten in dieser Phase des Spiels. Die Towerstars hatten bis zur zweiten Pause durchaus gute Chancen auf den direkten Anschlusstreffer, doch Cody Brenner im Steelers Tor war auf dem Posten.

Die Bemühungen, im Schlussabschnitt möglichst schnell zum Anschlusstreffer zu kommen, hakten schon in der Startminute durch eine Strafzeit. Mehr und mehr fanden die Oberschwaben aber doch in den Rhythmus zurück. Bis zur 50. Minute hatte Bietigheim sicherlich die klareren Chancen, dann aber spielte sich das Geschehen fast nur noch im Drittel der Steelers ab. Das alleine war jedoch zu wenig, denn wo immer die Ravensburger Stürmer auch hinschossen, war ein Ausrüstungsgegenstand von Cody Brenner im Weg.

Drei Minuten vor Schluss ging Tomek Valtonen dann auch volles Risiko und nahm den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Dieser numerische Vorteil hatte sich dann aber leider schnell erledigt. Der Pass in das gegnerische Drittel war zu ungenau, der Gegenangriff und das 4:1 ins verwaiste Ravensburger Tor war für Zientek dann nur noch Formsache. „Leider hat heute unser Powerplay überhaupt nicht funktioniert, auch muss dem gegnerischen Torhüter eine starke Leistung bescheinigt werden“, resümierte Caoch Tomek Valtonen das verlorene Auswärtsspiel.

Zwei Tage haben die Oberschwaben jetzt Zeit, das verlorene Spiel mental abzuhaken und die erhofften Punkte vor der Länderspielpause nachzubuchen. Am Sonntag kommt es dann in eigener CHG Arena zum Duell gegen die Tölzer Löwen. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr.

1:0 12:05 Benjamin Zientek 2:0 29:14 Dennis Swinnen ( Lukas Laub , Benjamin Zientek ) 3:0 29:33 Frédérik Cabana ( Brett Breitkreuz ) 3:1 30:09 Jakub Svoboda 4:1 57:40 Benjamin Zientek ( Dennis Swinnen , Eric Stephan ) Strafzeiten: Bietigheim 14 plus 10 Disz. Kneisler, Ravensburg 12 plus 10 Disz. Bassen. Zuschauer: 2886