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MÜDE TOWERSTARS UNTERLIEGEN FRANKFURT
26. August 2018
Die Ravensburg Towerstars haben ihr fünftes Testspiel der laufenden Vorbereitung mit 3:6 gegen den Ligenkonkurrenten und Top-Club Löwen Frankfurt verloren. Ausschlaggebend war eine unkonzentrierte Schlussphase des zweiten Spielabschnitt, welche die Gäste aus Hessen binnen Minuten zur nachhaltigen Wende im Spiel nutzten.
Wie im Vorfeld gemeldet fehlten bei den Oberschwaben die beiden Stürmer Jakub Svoboda (Mittelfußbruch) sowie Andreas Driendl (Einsatz bei Showspiel in Krefeld). Auch bei Frankfurt fehlten einige Stammspieler verletzungsbedingt und so überraschte es sicher nicht, dass sich die neu formierten Sturmreihen erst einmal finden mussten.
Die Dichte hochkarätiger Tormöglichkeiten nahm dann aber doch deutlich zu und es entwickelte sich eine flotte Testbegegnung. Deutlich wurde wie schon am Freitag, dass die neue Marschrichtung der IIHF-Regelauslegung bei den Vergehen „Halten“ und „Haken“ ganz oben auf der Agenda der Hauptschiedsrichter standen. Profitieren konnten hieraus zunächst die Towerstars. Knapp elf Minuten waren gespielt, als Olivier Hinse zum 1:0 traf. Robbie Czarnik schloss sechs Minuten später erneut ein Überzahlspiel erfolgreich ab. Chancen hatten beide Teams sicherlich einige, allerdings auch Pech bei jeweiligen Pfosten- beziehungsweise Lattentreffern.
Auch der dritte Treffer des Spiels wurde in numerischer Überzahl erzielt, diesmal allerdings durch Frankfurt. Martin Kokes musste bereits nach 23 Sekunden wegen Hakens vom Eis, Ex-Towerstars Stürmer Carter Proft erwischte dann mit seinem Schlenzer Towerstars Keeper Michael Boehm ziemlich unglücklich. Der Puck segelte aus der Fanghand hinter dem Ravensburger Keeper ins Tor.
Das Team von Trainer Jiri Ehrenberger ließ sich davon aber nur bedingt beeindrucken. Sechseinhalb Minuten später schloss Daniel Pfaffengut eine schöne Kombination zum 3:1 ab, wieder saß ein Löwe zu diesem Zeitpunkt in der Kühlbox. Das Spiel wurde fortan etwas ruppiger und die Unparteiischen blieben bei ihrer konsequenten Linie. Nachdem jeweils ein Spieler beider Mannschaften auf der Strafbank weilte, gesellte sich auch noch Kilian Keller hinzu. Frankfurt nutzte das fällige Powerplay prompt zum 3:2 Anschlusstreffer, erneut war der Torschütze mit Mathieu Tousignant ein früherer Ravensburger Stürmer.
Man sah den Towerstars doch deutlich an, dass die ständigen Einsätze der Über- und Unterzahl Specialteams doch viel Kraft gekostet hatten. In der 36. Minute leistete sich Mathieu Pompei schon beim Aufbau einen Fehler, den man vom kanadischen Stürmer höchst selten sieht und Frankfurt nutzte dies gnadenlos aus. Mike Fischer nahm das Geschenk dankend an und netzte trocken zum 3:3 Ausgleich ein.
Jetzt hingen die Towerstars mächtig in den Seilen, die verkrampft aufgebauten Angriffe verhakten sich vielfach schon an der Mittellinie. Weil dann in der Rückwärtsbewegung auch Kraft und Tempo fehlte, konnte Frankfurt den Spielstand prompt drehen. Kevin Magionot traf mit seinem Schlenzer durch „Freund und Feind“ zum 3:4 Zwischenstand nach dem zweiten Drittel.
Im Schlussabschnitt versuchten die Towerstars sofort sich wieder ins Spiel hinein zu kämpfen. Eine Riesenchance hatte das zunächst Robin Just, der ein Laufduell in der 43. Minute für sich entschied, bei seinem Alleingang allerdings an Löwen-Torhüter Felix Bick scheiterte. Zwei Minuten später war Lukas Koziol effektiver, er traf abgezockt zum 3:5. Als weitere zwei Zeigerumdrehungen später Eduard Lewandowski das 6:3 folgen ließ, war das Spiel entschieden.
„Man hat doch gesehen, dass da eine gewisse Müdigkeit im Spiel war“, sagte Towerstars Coach Jiri Ehrenberger. Dennoch war dieser zufrieden mit der Trainingsarbeit in dieser Woche. Mit ausschlaggebend für den Verlauf der Begegnung seien auch die vielen Strafzeiten auf beiden Seiten gewesen