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Zwei der drei Hinspiele gingen an die Bayreuth Tigers. Bild: Kim Enderle
Zwei der drei Hinspiele gingen an die Bayreuth Tigers. Bild: Kim Enderle

MIT VOLLER AUFSTELLUNG IN PREKÄRES WOCHENENDE

6. Februar 2020

Auf die Ravensburg Towerstars warten mit den Lausitzer Füchsen und Bayreuth Tigers zwei Gegner aus der unteren Tabellenzone. Für die Verteilung der Favoritenrollen gibt das jedoch keinen Ausschlag, denn viel zu unberechenbar gestalten sich in der entscheidenden Phase der Hauptrunde die Ergebnisse. Zudem kämpft jedes Team in Anbetracht der prekären Tabellensituation noch verbissener um jeden einzelnen Punkt.

Am Freitag geht es zunächst auf die lange Reise nach Weißwasser. Gastspiele bei den Lausitzer Füchsen sind traditionell schwer, diesmal dürfte eine noch höhere Hürde warten. Nach einem höchst durchwachsenen Saisonverlauf hat das Team von Trainer Corey Neilson noch nicht geschafft, aus der Playdown Zone zu kommen. Sechs Punkte beträgt der Abstand auf den rettenden Platz 10, der von Dresden beansprucht wird. Da die sächsischen Kollegen ein Spiel mehr absolviert haben, ist das natürlich in den verbleibenden Wochen der Hauptrunde noch aufzuholen. Punkte in eigener Halle gelten da freilich besonders wertvoll.

Dass es spielerisch einen Aufwärtstrend gibt, zeigen die letzten Ergebnisse. Frankfurt luchste man beim Doppelspieltag vier Punkte ab, es folgten weitere vier gegen Kassel und Bayreuth. Damit der Trend sich weiterhin in Punkten widerspiegelt, haben sich die Füchse nochmals verstärkt. Vom slowakischen Extra-Liga Club HK Nitra kam am Dienstagabend der kanadische Stürmer Kale Kerbashian. Auf ihm ruhen viele Hoffnungen, zumal am Wochenende mit Top-Scorer Mike Hammond und Robert Farmer zwei Kontingentspieler wegen Länderspieleinsätzen nicht zur Verfügung stehen.

Am Sonntag sind die Bayreuth Tigers zu Gast, die am Dienstabend erneut die unpopuläre Rolle des Tabellenletzten übernehmen mussten. Auch für das Team von Ex-Towerstars Trainer Petri Kujala ist das Vermeiden des Abstiegskampfes bei 13 Punkten Rückstand auf Platz 10 noch theoretisch möglich. Allzu viele Punktverluste kann man sich aber nicht mehr leisten. Da die Tigers aus der Wagnerstadt schon beim Hinspiel in Ravensburg gepunktet haben, sollten die Towerstars vor einem engagiert auftretenden Gegner sicherlich noch mehr gewarnt sein.

Auch Bayreuth hat sich am Dienstag nochmals für die heiße Phase der Saison verstärkt und den erfahrenen US-Amerikaner Kurt Davis verpflichtet. Der 33-Jährige kommt von den Stavanger Oilers aus Norwegen, er ist in Deutschland allerdings nicht unbekannt. Für Düsseldorf und Krefeld bestritt er 221 Spiele in der DEL, mit 95 Scorerpunkten leistete er hierbei beachtliche Offensiv-Impulse.

Bei den Towerstars ging man die Arbeitswoche konzentriert an und sich der Wichtigkeit der anstehenden Aufgaben bewusst. Vielversprechend ist am kommenden Wochenende die Personalsituation, auch wenn mit Kilian Keller und Thomas Supis weiterhin zwei Verteidiger nicht zur Verfügung stehen. Da die DEL am Wochenende pausiert, haben die Schwenninger Wild Wings ihre Förderlizenzspieler Daniel Pfaffengut, Cedric Schiemenz und Boaz Bassen nach Ravensburg entsandt.

„Die Jungs haben zuletzt viel höherklassige Erfahrung gesammelt und sind auch physisch in einer sehr guten Verfassung“, sagte Towerstars Coach Rich Chernomaz beim Pressegespräch nach dem Donnerstagstraining. „Das wird uns zum einen viel Tempo ins Spiel bringen, zudem haben wir mit den Sturmreihen mehr Optionen“, ergänzte der Trainer. Die Einplanung der Schwenninger Gäste bringt den Towerstars am Wochenende sogar ein kleines Luxusproblem. Da nicht alle zur Verfügung stehenden Spieler in die Aufstellung dürfen, steht für den einen oder anderen Spieler also eine Pause an.

INFO
Spielbeginn am Sonntag gegen Bayreuth ist um 18.30 Uhr, Tickets gibt es wie gewohnt im Fanshop in der Marktstraße 41, allen VVK-Partnern von Reservix, im Ticket-Webshop oder 90 Minuten vor Spielbeginn an der Abendkasse. Beide Spiele am Wochenende werden auch wieder live von SpradeTV übertragen.