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An Möglichkeiten für mehr Punkte mangelte es an diesem Abend wahrlich nicht. Bild: K.Enderle
MAGERE AUSBEUTE ZUM WEIHNACHTS-AUSKLANG
26. Dezember 2020
Den Ravensburg Towerstars blieb im Top-Duell gegen die Wölfe Freiburg am Samstagabend nur ein Punkt nach Penaltyschießen. In Anbetracht eines zwischenzeitlichen 3:1 und zahlreicher Großchancen zum Ausbau der Führung war dies in der Endabrechnung eine enttäuschende Ausbeute.
Die personellen Voraussetzungen für diese Begegnung waren vielversprechend. In der Defensive waren Sören Sturm und Kilian Keller wieder mit an Bord, im Sturm gab Sebastian Hon nach wochenlanger Pause sein Comeback. Es dauerte allerdings einige Wechsel, ehe sich die Gastgeber von der starken Anfangsoffensive des EHC Freiburg befreien und das Spiel selbst gestalten konnten. In der 9. Minute kombinierte sich die erste Ravensburger Sturmreihe sehenswert durch die gegnerische Zone und Robbie Czarnik lenkte einen Distanzschuss von Patrick Seifert entscheidend zum 1:0 ab. Sekunden zuvor war der Ravensburger Topstürmer noch am Freiburger Torhüter Ben Meißner gescheitert.
Der Treffer tat den Towerstars in jeglicher Hinsicht gut. Alle Reihen agierten fortan konzentrierter und effektiver schon im Spielaufbau, auch ergaben sich mehrere Großchancen. Aus der Phase resultierte, dass Freiburg verstärkt Strafzeiten ziehen musste und die Oberschwaben wussten dies zu nutzen. Einen starken Pass von Mathieu Pompei direkt an den Torraum lenkte Andreas Driendl nach 16 gespielten Minuten zum 2:0 über die Linie.
Den zweiten Abschnitt starteten die Towerstars aufgrund einer aus dem Startdrittel übernommenen Strafzeit gegen die Wölfe in numerischer Überzahl. Diesmal standen die Gäste aber deutlich kompakter in der eigenen Zone und waren auch danach abgestimmter unterwegs. Freiburg hatte nun ein Chancenplus und Olafr Schmidt im Ravensburger Tor hatte alle Hände voll zu tun. Fünf Minuten vor der Pause war er dann allerdings geschlagen. Während Yannick Drews auf der Strafbank weilte, verkürzte Chad Bassen auf 2:1. Dies war auch dahingehend ärgerlich, hatten die Oberschwaben zuvor hochkarätige Möglichkeiten auf einen vermeintlich beruhigenden Vorsprung. Robbie Czarnik sowie Mathieu Pompei, der von der Strafbank kommend alleine auf Meißner stürmen konnte, scheiterten.
Im Schlussabschnitt sah Towerstars Coach Rich Chernomaz sein Team weiterhin am Drücker, zunächst allerdings noch ohne Abschlussglück. Nach knapp vier Minuten war es dann aber vollbracht. Am linken Bullykreis überraschte Mathieu Pompei den gegnerischen Torhüter mit einem ansatzlosen Drehschuss ins kurze Eck. Allzu lange währte die Freude über die 2-Tore Führung allerdings nicht. Ganze 112 Sekunden später gelang Gregory Saakyan postwendend wieder der direkte Anschlusstreffer. Einen Konter schloss er mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck präzise ab.
Das Spielgeschehen war jetzt vollkommen ausgeglichen und vor beiden Toren war Hochbetrieb. Dass Freiburg knapp viereinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit der 3:3 gelang, war aus Ravensburger Sicht in der Entstehung sicherlich bitter. Ein durch die neutrale Zone rutschender Puck landete bei Chad Bassen und dieser schloss den Alleingang ab.
Die Schlussphase hätte kaum dramatischer sein können. Eineinhalb Minuten nach dem bitteren Ausgleichstreffer bekamen die Towerstars aufgrund einer Strafzeit gegen Patrick Kurz die Chance aufgelegt, in numerischer Überzahl das Spiel wieder auf eigene Bahnen zu lenken. David Zucker und Andreas Driendl hatten alsbald das 4:3 auf dem Schläger, doch dann leisteten sich die Towerstars einen schlampigen Spielerwechsel und wurden prompt mit 2 Minuten bestraft. Immerhin überstanden die Hausherren die verbleibende Spielzeit schadlos und retteten damit einen Punkt.
In der Verlängerung hatte Freiburg einen Tick mehr klarere Chancen. Aber auch die Towerstars hätten mit etwas mehr Scheibenglück und Präzision beim entscheidenden Pass für die Entscheidung sorgen können. So musste wie schon im Hinspiel in Freiburg das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Fünf Anläufe konnten die Keeper parieren, den sechsten brachte Jordan George nach einer cleveren Körpertäuschung mit der Rückhand im Ravensburger Tor unter.
Zwei Tage haben die Oberschwaben Zeit, die zweite Heimniederlage in Folge abzuhaken. Am Montagabend steht das traditionell schwere Auswärtsspiel in Crimmitschau auf dem Plan, das letzte Heimspiel des Jahres bestreiten die Towerstars dann am Mittwoch, 30. Dezember, um 19.30 Uhr gegen die Löwen Frankfurt.