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Die Towerstars boten trotz Niederlage eine gute Leistung in Heilbronn. Bild: F.Enderle
Die Towerstars boten trotz Niederlage eine gute Leistung in Heilbronn. Bild: F.Enderle

GUTE LEISTUNG TROTZ KNAPPER NIEDERLAGE

16. Oktober 2020

Die Ravensburg Towerstars mussten trotz zweimaliger Führung am Ende den Gastgebern den Sieg im ersten Spiel des „Get Ready Cups“ überlassen. Das Team von Coach Rich Chernomaz unterlag den Heilbronner Falken knapp mit 3:4, zeigte aber eine mehr als deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel vergangenen Sonntag in Freiburg.

Beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams im Rahmen des „Get Ready Cups“ ermöglichte Coach Rich Chernomaz den Gastspielern aus Krefeld eine Einsatzmöglichkeit, Tim Sezemsky und Justin Volek erhielten dafür eine Verschnaufpause. Wie im Vorfeld berichtet fehlt bis auf Weiteres auch Robin Just, dafür war Mathieu Pompei wieder mit von der Partie.

Die Towerstars starteten schon in der Startminute selbstbewusst und konnten sich im gegnerischen Drittel festsetzen, Einschussmöglichkeiten blieben allerdings aus. Die Gastgeber, die bereits ihr fünftes Testspiel bestritten und schon seit Mitte August im Training sind, nahmen dann in der 3. Minute das von Olafr Schmidt gehütete Tor der Towerstars ins Visier. Die Ravensburger Unterzahlformationen ließen allerdings nicht viel zu und kamen ihrerseits durch Vincenz Mayer und John Henrion zu einer guten Chance. In der 6. Minute war die nicht unverdiente Führung der Ravensburger Cracks dann perfekt. Wieder hatten die Towerstars nach Puckeroberung schnell umgeschaltet und das 3-2 Break schloss Sören Sturm zum 0:1 ab.

Die Towerstars waren jetzt definitiv im Spiel und ließen die Scheibe gut laufen. Nur eineinhalb Minuten nach der Führung erhöhte John Henrion eiskalt auf 2:0. Ein Heilbronner Spieler weilte auf der Strafbank und der US-amerikanische Neuzugang hämmerte die Scheibe direkt und unhaltbar in die Maschen.

Zwar hatten die Towerstars kurz danach in doppelter Überzahl über rund eineinhalb Minuten weitere Möglichkeiten für das 0:3, der Spielfluss ging durch eigene Strafzeiten aber dann verloren. Die Gastgeber ließen sich diese Möglichkeiten nicht nehmen. Im Powerplay verkürzte zunächst Tim Miller in der 16. Minute auf 1:2, 36 Sekunden vor der ersten Pause egalisierte Lois Brune den Spielstand.

Der zweite Spielabschnitt war dann zunächst ein offener Schlagabtausch. Die Towerstars hatten zunächst die optischen Vorteile, dann aber waren die Gastgeber wieder dran und setzten die Ravensburger Defensive ein ums andere Mal unter Druck. Die Oberschwaben hatten mit dem 2:3 in der 29. Minute allerdings die passende Antwort. Mehrfach brachten die Towerstars die Scheibe aus der Halbdistanz aufs gegnerische Tor, dann flatterte ein abgeblockter Schuss direkt vor die Füße von James Bettauer – der hatte dann keine Mühe. Die Freude auf der Ravensburger Bank währte aber nur zwei Minuten. Die Ravensburger Defensive war nach einem Puckverlust im gegnerischen Drittel nicht energisch genug in der Rückwärtsbewegung, Matthew Neil schloss die präzise Kombination der Hausherren aus spitzem Winkel zum 3:3 Ausgleich ab. Die Towerstars gaben das Spiel aber nicht aus der Hand. Sie verteidigten ihre eigene blaue Linie konsequent und auch wenn es zu keinen weiteren Treffern kam, gehörte die zweite Hälfte des Mittelabschnitts sicherlich den Oberschwaben.

Der Schlussabschnitt war gerade 90 Sekunden alt, da hätte John Henrion sein Team fast schon in Führung bringen müssen. Die Oberschwaben hatten sich sehenswert vor das Tor kombiniert, er brachte die Scheibe jedoch nicht hoch und traf den am Boden liegenden Keeper.

Heilbronn wurde danach stärker und eine Minute nach einem Pfostenknaller aus der zweiten Reihe war es aus Ravensburger Sicht dann auch passiert. Nach einem weiten Pass brach Matthew Neil auf rechter Seite durch und sein Schuss fand den Weg zur 4:3 Falkenführung über die Stockhand von Olafr Schmidt.

Die Oberschwaben kämpften danach vehement um den Ausgleich, die Ausgangsbedingungen für den Ausgleich verschlechterten sich jedoch drei Minuten vor dem Ende. Yannick Drews musste für zwei Minuten auf die Strafbank, das kostete wertvolle Zeit. 45 Sekunden vor Ende nahm Rich Chernomaz den Torhüter zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis und kurz danach eine Auszeit. Es reichte jedoch nicht mehr, der Sieg ging an Heilbronn.