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Robbie Czarnik bejubelt den Puck-Einschlag von Denis Pfaffengut zum 4:1 Bild: Kim Enderle
Robbie Czarnik bejubelt den Puck-Einschlag von Denis Pfaffengut zum 4:1 Bild: Kim Enderle

DEN GRUNDSTEIN ZUM SIEG SCHON IM ZWEITEN DRITTEL GELEGT

13. Februar 2026

Die Ravensburg Towerstars haben das vierte und letzte Derby dieser Saison gegen den ESV Kaufbeuren mit 5:3 für sich entschieden. In einem Spiel, das auf beiden Seiten von vielen ausgelassenen Chancen geprägt war, stellten die Towerstars mit vier Treffern im zweiten Spielabschnitt die Weichen auf Sieg.

Vor 3.058 Zuschauern in der CHG Arena wollten beide Teams von einem „anfänglichen Abtasten“ nichts wissen. Schon nach zwei Minuten waren auf beiden Seiten jeweils Stürmer vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht und prüften die Torhüter. Beispielsweise hatte Alec Ahlroth, der nach wochenlanger Verletzungspause wieder mit dabei war, bei einem Solo das 1:0 auf dem Schläger. Allzu lange brauchten die Ravensburger Fans auf den Führungstreffer dann auch nicht warten. Mit zwei Pässen aus dem eigenen Drittel wurde Odeen Tufto auf der rechten Seite in Szene gesetzt, der dann auch nicht lange fackelte und die Scheibe zum 1:0 ins linke Kreuzeck drosch. Auch danach hatten die Towerstars mehr vom Spiel, viele Chancen blieben aber ungenutzt. Leider auch in der 8. und 9. Minute, als die Gäste in numerischer Überzahl völlig verunsichert agierten und die Gastgeber bei schnellen Kontern gleich zweimal frei vor dem Tor von Cody Porter standen. In der zweiten Hälfte des Startabschnitts kam Kaufbeuren dann aber doch besser ins Spiel und auch Towerstars-Keeper Ilya Sharipov musste die eine oder andere Rettungstat leisten.

Für den zweiten Abschnitt hatte Towerstars-Coach Bo Subr seinen Schützlingen offensichtlich mehr Tempo und Zug zum Tor auferlegt – das wurde nach knapp vier Minuten dann auch umgesetzt. Die vierte Ravensburger Sturmreihe mit Maxim Scholl und Luca Hauf schaltete nach Puckeroberung pfeilschnell um, Letzterer traf auf Höhe des linken Bullypunkts platziert zum 2:1 ins rechte Kreuzeck. Fünf Minuten später kam es zu einer fast identischen Szene, diesmal drückte Robbie Czarnik die Scheibe zum 3:1 ein. Die Ravensburger Cracks waren zur Freude der Zuschauer nun so richtig in Schwung. Denis Pfaffengut per sattem Schlagschuss ins linke Eck sowie Alec Ahlroth per Abstauber schraubten den Abstand bis zur 35. Minute sogar auf 5:1 nach oben.

Im Schlussabschnitt setzte ESVK-Trainer Leif Carlsson mit einem Torhüterwechsel ein Zeichen – und hatte damit Erfolg. Der Versuch der Towerstars, mit dem Vier-Tore-Vorsprung im Rücken das Spiel etwas gemächlicher zu Ende zu bringen, wurde prompt bestraft. Auf der linken Seite brach Ex-Towerstars-Kapitän Max Hadraschek durch und traf platziert zum 5:2 – mit entsprechendem Effekt. Die Towerstars hatten zwar weiterhin Chancen zum Ausbau der Führung, gerieten in der eigenen Zone aber immer häufiger ins Schlingern. So kam tatsächlich noch einmal Spannung auf, als der Münchner Förderlizenzstürmer Nikolaus Heigl fünfeinhalb Minuten vor dem Ende sogar noch auf 5:3 verkürzte. Die Towerstars hatten zu diesem Zeitpunkt mit Julian Eichinger einen Spieler auf der Strafbank.

Bild: Kim Enderle

Kaufbeuren versuchte danach mit der Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers weiter heranzukommen, doch die Towerstars brachten den Sieg letztlich sicher über die Zeit. Fazit: Ein klarer und verdienter Sieg, der hätte höher ausfallen können und aufgrund der Gegentreffer im Schlussabschnitt etwas an Glanz verlor. „Wir hätten die Führung schon im Startabschnitt ausbauen können, das hat dann aber im starken zweiten Drittel gut funktioniert“, freute sich Coach Bo Subr über den sechsten Sieg in Folge und ergänzte: „Im Schlussdrittel haben sich die Jungs etwas zu weit zurückgelehnt. Man darf aber nicht vergessen, dass wir in acht Tagen das vierte Spiel bestritten haben. Dann kann sowas natürlich schon passieren und darum zählen am Ende dann auch nur die Punkte.“ Der Drei-Punkte-Sieg bescherte den Towerstars zudem, dass der Punkteabstand auf den Tabellendritten Rosenheim auf drei Punkte reduziert wurde. Am Sonntag wartet auf die Oberschwaben in Kassel allerdings ein schwerer Brocken. Sie treffen auf den Tabellenzweiten und Meisterschaftsaspiranten, der sein Spiel am Freitagabend in Freiburg mit 0:1 verlor. Sporteurope.TV überträgt die Partie live ab 17 Uhr.

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