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BIETIGHEIM WEHRT MACHTPUCK IN DER OVERTIME AB
29. März 2026
Der Wahnsinn in der Viertelfinalserie zwischen den Towerstars und den Steelers geht weiter! Trotz dreimaliger Führung der Oberschwaben wehrte Bietigheim den ersten Matchpuck ab, damit kommt es am Dienstag um 19.30 Uhr zum ultimativen Showdown im Kampf um den Einzug ins Halbfinale.
Die Towerstars mussten im Spiel 6 in Bietigheim auf Denis Pfaffengut verzichten, der vom DEL2-Disziplinarausschuss nach dem Check gegen Brett Kemp am Freitagabend eine Sperre von 1 Spiel aufgebrummt bekam. Für ihn rückte Florin Ketterer nach, der zwei Tage zuvor pausiert hatte.
Mit zwei Matchpucks im Rücken und kurzer Rhythmusfindung übernahmen die Towerstars recht schnell die Kontrolle in diesem Spiel. In der dritten Spielminute hatte Robbie Czarnik die frühe Führung auf dem Schläger, als er mit einem starken Diagonalpass im Slot freigespielt wurde, der Towerstars-Kapitän traf allerdings nur das Außennetz. Auch die Gastgeber kamen wenig später zu ihrer ersten Chance, der Puck rutschte jedoch knapp am linken Pfosten vorbei. Effektiver präsentierten sich eine Minute später dann aber doch die Towerstars. Wegen eines Fouls saß Arne Uplegger auf der Strafbank, 44 Sekunden später war das Powerplay auch schon genutzt. Aus der Halbdistanz traf Thomas Reichel dann platziert zum 0:1.
Mit der Führung im Rücken agierten die Towerstars durchaus souverän auch in den Folgeminuten, dann wurde es in der 13. Minute allerdings brenzlig. Zunächst musste Robbie Czarnik für zwei Minuten auf die Strafbank, kurz vor Ablauf der Strafe folgte dann auch noch Nick Latta. Das Team von Coach Bo Subr stand gut in der eigenen Zone und bot den Steelers so gut wie keine gefährlichen Passwege an. Als die Bietigheimer Überzahlformationen immer ungeduldiger wurden, schlugen Louis Latta und Alex Ahlroth zu. Letzterer vollendete einen 2-gegen-1-Konter eiskalt zum 0:2. Das sollte zugleich der vielversprechende Spielstand nach dem 1. Drittel sein.
Zum zweiten Spielabschnitt kamen die Towerstars allerdings unkonzentriert aus der Kabine. Das machte sich auch in der 23. Minute bemerkbar, als Mark Rassell im Zweikampf an der blauen Linie zu spät dran war und den Gegenspieler mit einem Beinstellen stoppte. Das fällige Überzahlspiel dauerte gerade einmal 40 Sekunden, dann hatten die Gastgeber ihr gefürchtetes Powerplay auch schon in den 1:2-Anschlusstreffer umgemünzt. Die Zuschauer in der mit 4417 Zuschauern ausverkauften EgeTrans Arena sahen nun ein anderes Spiel – das dominierten vor allem die Steelers. Das hatte weitere Folgen, denn in der 28. Minute zeichnete sich das nächste Unheil ab. Die Unparteiischen schickten diesmal Florin Ketterer wegen Haltens auf die Strafbank, diesmal konnten sich die Towerstars nur 22 Sekunden der Unterzahl erwehren. Cole Fonstad, der den Ravensburger Cracks bereits in der ganzen Serie herbe Probleme bereitete, traf aus halblinker Position zum 2:2-Ausgleich. Doch die Towerstars schüttelten den Rückschlag nach ein paar Minuten wieder ab. Zwar blieb ein Powerplay in der 34. Minute ungenutzt, doch wenig später war die erneute Führung perfekt. Alec Ahlroth hielt die Schlägerkelle in einen scharfen Pass von Odeen Tufto und die Scheibe schlug im linken Kreuzeck ein.
Die knappe Führung nach dem zweiten Drittel geriet sofort nach Wiederanpfiff in Gefahr, als die Towerstars erneut zu spät in die defensive Abstimmung kamen, Torhüter Ilya Sharipov aber mit einem starken Save zur Stelle war. Bietigheim drückte immer weiter, nur gelegentlich kamen die Oberschwaben zu Entlastungsangriffen. Dass das so nicht lange gut gehen konnte, zeigte sich in der 45. Minute. Ein noch von Cole Fonstad abgefälschter Schlagschuss zischte zum 3:3-Ausgleich ins Netz. Dieser Treffer hatte allerdings eine Art „Hallo-wach“-Wirkung auf die Towerstars. Sie spielten wieder konzentrierter nach vorne, lauerten auf gegnerische Fehler und nutzten diese. Dreieinhalb Minuten nach dem Ausgleich markierte Matej Mrazek mit der Rückhand das 3:4.
Die rund 200 mitgereisten Fans sahen ihr Team wieder auf dem Weg ins Halbfinale. Doch noch standen 12 Minuten auf der Uhr. Die Towerstars bissen und rackerten, doch der Druck der Hausherren war immens. Dreieinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war es dann auch passiert. Die Towerstars kamen vor dem eigenen Tor nicht richtig in die Zweikämpfe, Bastian Eck schob den freiliegenden Puck zum 4:4-Ausgleich über die Linie. Zuvor hatte es bereits einige dramatische Szenen auf der Torlinie gegeben, bei denen die Hauptschiedsrichter den Videobeweis konsultieren mussteBis zur Schlusssirene gab es auf beiden Seiten nochmals Einschussgelegenheiten, die Schlusssirene besiegelte dann aber die fünfte Verlängerung im sechsten Spiel. Diese dauerte 7 Minuten und 24 Sekunden. Die Oberschwaben brachten die Bietigheimer Paradereihe erneut nicht in den Griff, am kurzen Pfosten drückte dann Cole Fonstad mit dem dritten Treffer des Abends den Puck zum 5:4-Overtime-Winner über die Linie.
„Wir haben unsere Führungen an diesem Abend leider nicht clever genug verteidigt und haben dafür erneut die Quittung bekommen. Wir müssen das ganz schnell abhaken und mental wieder gestärkt in die Vorbereitung auf den Dienstag gehen.“
Damit kommt es am Dienstag zum ultimativen Serienfinale in der CHG Arena. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr, gesonderte Informationen zum Ticketvorverkauf gibt es hier.