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Das erste Heimspiel der neuen Hauptrunde bot eine Vielzahl an Torchancen. Bild: Kim Enderle
Das erste Heimspiel der neuen Hauptrunde bot eine Vielzahl an Torchancen. Bild: Kim Enderle

HAPPY END NACH ZWEIMALIGEM RÜCKSTAND

21. September 2026

Die Ravensburg Towerstars sind mit einem 5-Punkte-Wochenende in die neue Hauptrunde gestartet. Nach dem 3:2-Auswärtssieg in Rosenheim am Freitag sicherten sich die Cracks von Trainer Johan Pennerborn zwei Punkte auf eigenem Eis gegen Regensburg. Die Entscheidung fiel erst im Penaltyschießen.

Vor 2.359 Zuschauern in der CHG Arena hatten die Gastgeber keinen vielversprechenden Start. Bei der Passannahme im eigenen Drittel versprang Matthew Struthers die Scheibe. Nutznießer war Taylor Vause, der die Scheibe aus kurzer Distanz zum 1:0 für Regensburg ins linke Kreuzeck setzte. Zuvor waren die Towerstars bereits unter Druck geraten, als Kapitän Robbie Czarnik nach nur 59 gespielten Sekunden auf die Strafbank musste. Es dauerte ein paar Wechsel, dann schienen die Towerstars den Gegentreffer gut weggesteckt zu haben. Die Angriffe liefen fortan flüssig nach vorne und es entwickelten sich teils heiße Torszenen. Die Ravensburger Stürmer brachten den Puck allerdings nicht am stets entschlossenen Eisbären-Keeper Oskar Autio vorbei. Das körperbetonte Spiel hatte nach 16 Minuten erneut Folgen für die Hausherren. Diesmal traf es Mark Rassell, der nach einem Zusammenprall an der blauen Linie zwei Minuten wegen Beinstellens aufgebrummt bekam. Lange Phasen spielten die Towerstars ein effektives Unterzahlspiel. Dann aber lag die Scheibe frei im Slot und Corey Trivino drückte zum 0:2 ein – zugleich der Stand nach den ersten 20 Minuten.

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Towerstars die Schlagzahl und ließen die Gäste aus der Domstadt nur noch selten Raum zur offensiven Entfaltung. Schon in der 22. Minute wurde das Engagement belohnt, als ein gegnerischer Angriff abgefangen und sofort in einen Konter gedreht wurde. Mark Rassell zog alleine auf Oskar Autio zu und schob knochentrocken flach ins rechte Eck. Der 1:2-Anschlusstreffer beflügelte sowohl das Team als auch die Zuschauer. Doch wie schon im ersten Abschnitt wollte das Spielgerät bei Großchancen nicht den Weg ins gegnerische Netz finden.

Für den Schlussabschnitt war freilich Spannung garantiert und die Zuschauer auf den Rängen bekamen fortan die volle Dramatik geliefert. Nach einem minutenlangen Hin und Her schlenzte Mark Rassell den Puck von der blauen Linie in Richtung Tor. Nick Latta fälschte unhaltbar ab und das Spiel war ausgeglichen. Der Jubel war gerade verklungen und der Treffer durchgesagt, da zeigten sich die Eisbären erneut abgebrüht. Wieder war es Corey Trivino, der auf einen Ravensburger Puckverlust lauerte. Bei seinem Alleingang ließ er Towerstars-Keeper Ilya Sharipov keine Chance.

Eine Schockwirkung sollte sich im Towerstars-Team jedoch nicht einstellen. Zwei Minuten später war die Partie auch schon wieder auf „Null“ gestellt. Als der Regensburger Marian Bauer für zwei Minuten auf die Strafbank musste, schlug das Ravensburger Powerplay zu. Thomas Reichel schaltete am schnellsten, als eine Scheibe über gewisse Umwege doch noch vor dem Tor landete. Nur kurz danach winkte den Oberschwaben gar die Führung. Ein Powerplay in der 53. Minute blieb diesmal allerdings ungenutzt.

Vieles deutete auf eine Punkteteilung hin, doch auch die Towerstars mussten in der 55. Minute zunächst noch eine numerische Unterzahl überstehen. Garant hierfür war vor allem Ilya Sharipov, der wie schon am Freitag mit starkem Stellungsspiel überzeugte und keinen Treffer mehr zuließ. Auch in der anschließenden Verlängerung hielt er seinen Kasten sauber, obwohl beide Teams die Entscheidung mehrfach auf dem Schläger hatten.

So musste das Penaltyschießen über Sieg und Niederlage entscheiden und auch hier rückten beide Torhüter in den Brennpunkt. Zunächst bot Oskar Autio dem ersten Towerstars-Schützen Mark Rassell keine offene Seite an. Gegenüber verwandelte Eisbären-Neuzugang Norman Hauner eiskalt. Da Nick Latta und auch Simon Sezemsky ihre Penaltys im Tor unterbrachten und auf der Gegenseite Ilya Sharipov sein Tor vehement verteidigte, waren der Sieg und die zwei Punkte gesichert.

„Es war natürlich nicht alles perfekt heute. Wir haben auch wieder zu viele Strafzeiten kassiert. Aber die Jungs haben einen Weg gefunden, im Spiel zu bleiben. Die 3-gegen-3-Verlängerung und das Penaltyschießen waren natürlich eine Lotterie, aber wir sind froh über die Punkte“, sagte Towerstars-Coach Johan Pennerborn nach dem Spiel.

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