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Bild: Kim Enderle
Bild: Kim Enderle

TOWERSTARS KÖNNEN DAS ERSTE BREAK NICHT VERHINDERN

23. März 2026

In der Playoff-Viertelfinalserie der Towerstars gegen die Bietigheim Steelers gab es am Sonntagabend den ersten Auswärtssieg. Vor fast ausverkauften Rängen der CHG Arena brachten sich die Towerstars mit unnötigen Strafzeiten schon im Startabschnitt selbst auf einen falschen Weg. Am Ende stand ein 2:5 zu Buche, die Steelers führen in der Serie damit mit 2:1.

Schon in den Startminuten hingen die Towerstars mächtig in den Seilen und fanden in ihren ersten Wechseln keinen Zugriff ins Spiel. Bereits nach 70 Sekunden musste Towerstars-Goalie Nico Pertuch die erste Großchance von Bietigheims Topstürmer Jack Dugan parieren. Nach teils powerplay-ähnlichen Szenen im Ravensburger Drittel verbuchten die Towerstars nach knapp sechs Minuten dann auch endlich ihre erste Chance. Nach starkem Pass von Erik Karlsson zog Mark Rassell direkt ab, ein gegnerischer Schläger lenkte die Scheibe jedoch über das Tor.

Nur Sekunden später kam es zum ersten Dämpfer des Abends. Ryan Odude war im Zweikampf zu spät dran und musste wegen Beinstellens auf die Strafbank, das fällige Powerplay nutzten die Ellentaler konsequent. Jack Dugan hatte am linken Bullykreis alle Zeit der Welt für einen Handgelenksschuss, der letztlich im kurzen Eck zum 0:1 einschlug. Die Szene sollte das Hauptproblem des Abends markieren. Die Towerstars hinkten in den Zweikämpfen meist hinterher, gewannen nur wenige Bullys in der eigenen Zone und leisteten sich weiterhin zu viele unnötige Fouls. Mit sprichwörtlich brutaler Konsequenz nahm Bietigheim das Geschenk an. Cole Fonstad hämmerte die Scheibe in der 9. Minute zum 0:2 in die Maschen, sieben Minuten später legte Brett Kemp mit dem 0:3 das dritte Powerplay-Tor nach. Nico Pertuch machte fortan seinem Kollegen Ilya Sharipov Platz. Da die Towerstars eine eigene Überzahlgelegenheit in der 10. Minute ausließen, ging es mit einem ziemlich frustrierenden Drei-Tore-Rückstand in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt wirkten die Towerstars in der eigenen Zone sortierter, was ihnen auch mehr Selbstvertrauen im Spiel nach vorne verlieh. In der 27. Minute hatte Alex Ahlroth eine gute Einschusschance auf halblinker Seite. Danach spielte sich viel in der neutralen Zone ab, sowohl das Ravensburger als auch das Bietigheimer Forechecking agierten effektiv. Das sah zeitweise nicht gerade attraktiv aus, zumal viele Scheiben versprangen und bei den Towerstars auch Pässe über kurze Distanzen nicht wirklich präzise ankamen. Einen Lichtblick sahen die Ravensburger Fans allerdings drei Minuten vor der zweiten Pause. Bei einem Entlastungsangriff in numerischer Unterzahl verzettelten sich die Steelers an der blauen Linie, Julian Eichinger schickte Marvin Schmidt auf die Reise und dieser traf entschlossen zum 1:3-Anschlusstreffer – ein Hoffnungsschimmer für den Schlussabschnitt.

Es sprach für sich, dass die Towerstars im Schlussdrittel einen schnellen Treffer brauchen würden. Die Möglichkeit dazu war da, denn eine aus dem Mitteldrittel übernommene Strafzeit gegen die Steelers lief noch fast eine Minute weiter. Doch auch diese Überzahlchance blieb ungenutzt. Noch eher zu guten Möglichkeiten kamen die Towerstars beim Spiel fünf gegen fünf. Doch die Qualität der Schüsse reichte nicht aus, um Steelers-Keeper Olafr Schmidt in Verlegenheit zu bringen. Ganz anders die Gäste aus dem Ellental: Nach einem schlampigen fliegenden Wechsel setzte es in der 52. Minute die nächste Strafzeit, Cole Fonstad erhöhte auf 1:4.

In einer zerfahrenen Schlussphase keimte nochmals Hoffnung auf, als Louis Latta bei gezogenem Torhüter auf 2:4 verkürzte. Mehr wollte den Oberschwaben an diesem „gebrauchten“ Abend aber nicht mehr gelingen. Eher statistischen Wert hatte in der Schlussminute das 2:5, als Alexander Preibisch ins leere Ravensburger Tor einschob. „Es war heute eine große Enttäuschung. Wir leisteten uns zu viele Strafzeiten, gewannen keine Bullys und unsere Leistungsträger haben heute keinen Unterschied gemacht“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr nach dem Spiel.

 Am Mittwoch haben die Towerstars die Chance, sich den verlorenen Heimvorteil in der Serie wieder zurückzuholen. Spielbeginn in der Bietigheimer EgeTrans Arena ist um 19:30 Uhr, Sporteurope.TV überträgt das Spiel live.