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Bild: F.Enderle
Bild: F.Enderle

ZAHLREICHE CHANCEN UND EIN FEHLER ZU VIEL

15. September 2019

Die Ravensburg Towerstars haben beim erwartet schweren Auswärtsspiel in Freiburg mit 2:3 den Kürzeren gezogen.

Eine gute Nachricht aus der Towerstars Kabine gab es am Sonntag nach der kurzen morgendlichen Eiseinheit. Stürmer Andreas Driendl hatte nach dem Foul am Freitag gegen Kaufbeuren keine Probleme und so stand einem Einsatz in Freiburg nichts im Weg.

Die in Freiburg fast schon traditionelle Vorgabe, nicht früh in Rückstand zu geraten, konnten die Towerstars mit aggressivem Vorchecking bereits in der gegnerischen Zone umsetzen. Abgesehen von einem schnellen Angriff in der 5. Minute, bei dem Wölfe Stürmer Christian Bauhof gleich zweimal aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, hatten die Towerstars deutlich mehr vom Spiel. Allerdings machten die Hausherren die Räume vor dem Tor äußerst eng, sodass Torchancen meist aus Distanzschüssen resultierten. Tero Koskiranta hatte in der 6. Minute eine gute Möglichkeit, als er sich vor das gegnerische Tor kämpfte den Puck am linken Pfosten allerdings nicht an Wölfe-Keeper Benjamin Meisner vorbei drücken konnte.

Mehr Erfolg im Abschluss hatte Freiburg in der 8. Minute. David Zucker saß zu diesem Zeitpunkt wegen Hakens auf der Strafbank, Chris Billich kam aus kurzer Distanz zum Schuss und netzte zum 1:0 ein. Eine eigene Überzahlsituation in der 14. Minute konnten die Towerstars nicht nutzen, Chancen auf den sicher nicht unverdienten Ausgleich gab es auch im weiteren Verlauf des ersten Spieldrittels. Freiburg verteidigte das eigene Tor allerdings entschlossen.

In der Drittelpause hatte Towerstars Coach Tomek Valtonen Gelegenheit zur Nachjustierung, das Ravensburger Team kam entschlossen aufs Eis zurück. Knapp drei Minuten waren gespielt, als Robin Just an der rechten Bande schön auf Tero Koskiranta weiterleitete und der zweifache Torschütze vom Freitag überwand den Wölfe-Torhüter mit einem druckvollen Rückhandschuss zum 1:1 Ausgleich. Freiburg zeigte sich allerdings unbeeindruckt und legte nur zwei Zeigerumdrehungen später wieder vor. Vor dem Tor von Olafr Schmidt entstand zunächst eine unübersichtliche Situation, den dann freiliegenden Puck drückte Nick Pageau zum 2:1 über die Torlinie.

Die Towerstars ließen den Wölfen nicht allzu lange Zeit, durch die Führung Selbstvertrauen zu tanken. In der 28. Minute benötigte David Zucker gerade einmal elf Sekunden, um die Strafe gegen Jozef Balej in einen Powerplaytreffer zum 2:2 umzumünzen. Weitere Treffer blieben im zweiten Spielabschnitt aus.

Gleich zu Beginn des Schlussdrittels winkte den Oberschwaben eine sehr gute Möglichkeit für die erstmalige Führung. Eine gegnerische Strafzeit wurde über die Pause übertrgen, dann öffnete sich schon kurz nach dem Anspielbully für den nächsten Wölfe-Akteur die Strafbanktür. Weder die doppelte, noch die einfache Überzahl konnten die Towerstars jedoch nutzen.

In der 49. Minute kam es dann zu einer Schlüsselszene. Die Towerstars wollten ihre spielerische Überlegenheit zu ungeduldig und hinten zu offen für den Führungstreffer nutzen, das wurde prompt bestraft. Einen Sololauf von Luke Pither konnte Olafr Schmidt noch gekonnt entschärfen. Als eine halbe Minute später der nächste Gegenspieler auf das Tor zog, half nur ein Notfoul von Kilian Keller. Das wurde allerdings mit einem Penalty geahndet, den Cam Spiro zum 3:2 verwandelte.

Nachdem die Oberschwaben eine Strafzeit gegen Tero Koskiranta schadlos überstanden hatten, bliesen sie zum Sturm auf das Freiburger Tor. Vor diesem spielten sich vor allem in den letzten zwei Minuten dramatische Szenen ab, als Trainer Tomek Valtonen den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis holte. Bis zur allerletzten Sekunde lag der 3:3 Ausgleich in der Luft, doch es sollte nicht mehr reichen.

„Wir wussten, dass Freiburg in seinem ersten Heimspiel hart um den Sieg kämpfen würde. leider haben wir nicht clever genug gespielt“, sagte Towerstars Coach Tomek Valtonen. Dieser haderte vor allem mit den beiden Fehlern, die zu den Breaks und dem entscheidenden Penalty führten.