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Towerstars Torhüter Marco Wölfl kann hier erfolgreich den Puck stoppen. Dreimal war er allerdings ohne Chance. Bild: Jan-Malte Diekmann
Towerstars Torhüter Marco Wölfl kann hier erfolgreich den Puck stoppen. Dreimal war er allerdings ohne Chance. Bild: Jan-Malte Diekmann

POWERPLAY MACHT IN KASSEL DEN UNTERSCHIED

29. November 2019

Die Ravensburg Towerstars mussten nach zuletzt zwei Auswärtssiegen in Folge diesmal dem Gegner die Punkte überlassen. Ärgerlich aus Ravensburger Sicht: Alle drei Gegentreffer beim 1:3 in Kassel fielen in numerischer Unterzahl.

Die Oberschwaben starteten das Duell beim Tabellenführer Kassel mit gutem Vorchecking und solider Arbeit in der eigenen Zone. Bereits nach 32 Sekunden hatte Jakub Svoboda die erste vielversprechende Chance direkt vor dem Torraum, er brachte jedoch nicht genügend Druck auf den Schläger. Die ersten vier Minuten kontrollierten die Oberschwaben das Spielgeschehen, dann wurde auch Marco Wölf erstmals geprüft. Ein verdeckter Schlenzer wurde vor dem Tor brandgefährlich abgefälscht, doch der Towerstars Torhüter reagierte blitzschnell.

Kassel läutete mit dieser Chance eine Druckphase ein, diese unterbrachen die Towerstars jedoch zum richtigen Zeitpunkt. Nach einem Patzer der Huskies in der neutralen Zone legte Jakub Svoboda auf den mitgelaufenen Yannick Drews auf und der ließ mit einem platzierten und ansatzlosen Schuss ins linke Eck dem gegnerischen Torhüter keine Chance. Der Treffer tat freilich gut und verlieh in den Folgeminuten Selbstvertrauen für ein kontrolliertes Spiel.

Doch in der 14. Minute legten die Oberschwaben dem Gegner selbst den Ausgleich zurecht. Sie leisteten sich einen schlecht getimten fliegenden Wechsel, prompt standen sechs Spieler auf dem Eis und dafür gab es postwendend zwei Strafminuten. Justin Volek, der die Strafe absaß, durfte jedoch schon nach 21 Sekunden wieder zurück. Einen Schuss nach einem schnellen Angriff konnte Marco Wölfl zwar noch abwehren, beim Nachschuss von Lois Spitzner hatte er jedoch keine Chance. Bis zur ersten Pause passierte dann nichts mehr, es blieb beim 1:1.

Den zweiten Spielabschnitt eröffnete Towerstars Stürmer Shawn O´Donnell nach nur 18 Sekunden mit einem Alleingang. Lange schaute er sich den Huskies Keeper Gerald Kuhn aus, letztlich verzockte sich jedoch der Neuzugang und die Chance war vertan. In der Folgezeit gehörte das Spiel den Hausherren, die Towerstars waren meist mit Defensivaufgaben beschäftigt und kamen nur selten kontrolliert ins Angriffsdrittel. Erst eine numerische Überzahl in der 27. Minuten brachte das Team von Trainer Rich Chernomaz wieder in die Spur. Das Powerplay konnten die Towerstars leider genauso wenig nutzen, wie zwei Minuten später einen 2:1 Konter von Andreas Driendl und Shawn O´Donnell.

Auch Yannick Drews, der in der 36. Minute einen Querpass von Kollege Jakub Svoboda abnahm und dem Torhüter an die Maske schoss, hatte die Führung durchaus auf dem Schläger. Nur wenig später musste dann Pawel Dronia wegen Beinstellens auf die Strafbank und erneut nutzen die bis dahin eher überzahlschwachen Gastgeber den personellen Vorteil aus. Wieder war es Spitzner, der sich vor dem Tor den Puck zurechtlegte und zum 2:1 einnetzte.

Die Szene schauten sich die Hauptschiedsrichter allerdings nochmals an, denn zwei Sekunden zuvor war das Tor aus seiner Verankerung gesprungen. Da dies jedoch mit dem Schlittschuh von Marco Wölf verursacht wurde und der Puck auch so ins Tor gegangen wäre, fand der 2:1 Treffer die offizielle Anerkennung. Bis zur zweiten Pausensirene hatten die Oberschwaben durchaus gute Möglichkeiten auf den Ausgleich, doch vor dem Tor von Gerade Kuhn war meist zu viel Betrieb.

Die Bemühungen, im Schlussabschnitt schnell in Rhythmus zu kommen, erhielten schnell einen Dämpfer. Bereits nach 12 Sekunden musste Andreas Driendl auf die Strafbank und das Ravensburger Tor war erneut in höchster Gefahr. Die Unterzahl überstanden die Towerstars diesmal ohne Gegentreffer, nicht allerdings die nächste Dezimierung vier Minuten später. Diesmal traf es Maximilian Kolb, auch er durfte vorzeitig aufs Eis zurück. Das Powerplay der Gastgeber hatte erneut zugeschlagen, diesmal schlug der Puck nach einem Distanzschuss im rechten Eck ein.

Ärgerlich war der Gegentreffer vor dem Hintergrund, dass ein eigentlich unbedrängter Versuch den Puck aus dem Drittel zu spielen, an der blauen Linie abgefangen wurde. Spielerisch hatten die Towerstars danach nichts mehr entgegenzusetzen, Kassel spielte mit dem 2-Tore Vorsprung im Rücken die Spielzeit immer mehr herunter. Hoffnung auf Ravensburger Seite keimte noch in der Schlussphase auf, als sich die Gastgeber ab der 54. Minute drei Strafzeiten hintereinander leisteten. Das Ravensburg Powerplay war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, auch die Herausnahme des Torhüters drei Minuten vor dem Ende brachte nichts mehr ein.

„Entscheidend in diesem Spiel war das Zweikampfverhalten, Kassel war da klar besser, auch war unser Unterzahlspiel nach den zuletzt erfolgreichen Spielen nicht kompakt genug“, sagte Towerstars Coach Rich Chernomaz.

0:1 07:41 Yannick Drews ( Thomas Brandl , Jakub Svoboda ) 1:1 14:04 Lois Spitzner ( Denis Shevyrin , Ben Duffy, 5:4 ) 2:1 36:24 Lois Spitzner ( Ben Duffy , Austin Carroll ) 3:1 47:08 Denis Shevyrin .Strafzeiten: Kassel: 8, Towerstars 10, Zuschauer: 2854