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Towerstars zahlen für Auswärtspunkt hohen Preis

16.12.2017 - Im Duell um Platz 5 mussten sich die Towerstars im Gastspiel beim SC Riessersee trotz starker Aufholjagd letztlich mit einem Punkt zufrieden geben. Sie unterlagen in der Verlängerung mit 3:4, nachdem sie in der Schlussphase einen 1:3 Rückstand innerhalb von 11 Sekunden egalisieren konnten.

Von: F.Enderle. Towerstars Pressesprecher

Bild: F.Enderle

Die Towerstars waren in diesem Spiel in den ersten Wechseln mächtig unter Druck und Torhüter Jonas Langmann wurde schon einmal richtig warm geschossen. Nach rund drei Minuten sollten sie allerdings mit ihrer ersten hochkarätigen Möglichkeit selbst die Führung erzielen. Jakub Svoboda eroberte sich an der gegnerischen blauen Linie die Scheibe und zog über Rechtsaußen vor das gegnerische Tor. Goalie Kevin Reich konnte zwar noch abwehren, doch dann war Adam Lapsansky mit dem Nachschuss zur Stelle. Die Führung hatte jedoch nicht einmal zwei Minuten Bestand, denn Lubor Dibelka fälschte einen Schuss aus der zweiten Reihe unhaltbar für Jonas Langmann ab.

Der SC Riessersee hatte danach mehr vom Spiel und die Towerstars konnten sich bei ihrem Torhüter bedanken, dass die Werdenfelser nicht gleich nachlegen konnten. Auf der Gegenseite verpassten die Towerstars die Riesenchance zur Führung, als sie nach einer 2 plus 2-Minuten Strafzeit gegen Maximilian Daubner die letzten vier Minuten des ersten Spielabschnitts in numerischer Überzahl spielen konnten. Im zweiten Drittel sahen die 1600 Zuschauer ein eher zurückhaltendes Spiel beider Mannschaften, der SC Riessersee verbuchte aber dennoch die besseren Möglichkeiten für sich.

Eine gute Chance dies zu ändern, ergab sich in der 30. Minute. Die Towerstars hatten einen Mann mehr auf dem Eis, doch das Powerplay stockte und ermöglichte alsbald dem Gegner einen Konter. Topscorer Richard Mueller schnappte sich den Puck an der rechten Bande und erwischte Jonas Langmann im langen Eck, 2:1. Kurz vor der Pause hatte Jonas Langmann Riesenglück, dass sein Versuch einem lang gespielten Puck entgegenzulaufen, nicht mit dem dritten Gegentreffer bestraft wurde. Hier schob Mueller den Puck am leeren Tor vorbei und es blieb bei der knappen Führung für Garmisch.

Im Schlussabschnitt wirkten die Towerstars oft sehr träge und dass die Gastgeber nach knapp sechs Minuten in Führung gehen konnten, hatte sich abgezeichnet. Diesmal war es Andreas Driendl, der zum Schuss kam und den Puck flach ins linke Eck setzte.Bis zur 54. Minute galt das Spiel eigentlich schon als entschieden, doch es wurde noch einmal ein äußerst dramatisches Kapitel aufgeschlagen. Jakub Svoboda zog diesmal aus halblinker Position um zwei Gegenspieler herum in Richtung Tor. Er wurde dann allerdings von SCR-Verteidiger Stephan Wilhelm mit einem derben Check gestoppt. Der Ravensburger Topstürmer blieb besinnungslos auf dem Eis liegen und musste auch wegen der Gefahr einer Wirbelverletzung auf einer Trage fixiert vom Eis direkt in eine Klinik gebracht werden.

Auch für den Garmischer war das Spiel mit einer 5 plus Spieldauerstrafe vorzeitig beendet und als sich die Strafbanktür kurz danach ein weiteres Mal öffnete, hatte das Powerplay der Towerstars endlich Erfolg. Coach Jiri Ehrenberger war auf volles Risiko gegangen und schickte für den Torhüter einen sechsten Feldspieler aufs Eis. Letztlich war der Weg frei für den satten Schlagschuss von Sören Sturm und der Puck schlug zum 2:3 Anschlusstreffer ein. Die erste Strafzeit blieb aber noch auf der Uhr und ganze elf Sekunden später machte Brian Roloff nach einem entschlossenen Antritt den 3:3 Ausgleich.

In den letzten beiden Minuten hatten beide Mannschaften den Siegtreffer auf dem Schläger, doch die Schlusssirene besiegelte die Punktetrennung. In der Verlängerung kam es nach 31 Sekunden zur letztlich entscheidenden Schlüsselszene. Kilian Keller ging mit dem Stock zu rustikal in einen Zweikampf und kassierte zwei Minuten, im fälligen Überzahlspiel setzte Richard Mueller dann den Schlusspunkt mit einer Direktabnahme zum 4:3.

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