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Auch hier war es schwer durchzukommen. Bild: Kim Enderle
Auch hier war es schwer durchzukommen. Bild: Kim Enderle

KEIN HAPPY END ZUM JAHRESENDE

30. Dezember 2018

Die Ravensburg Towerstars mussten gegen kompakt agierende Tigers aus Bayreuth eine 2:3 Heimniederlage einstecken. Nach einem 0:2 zur zweiten Pause kam das Team von Coach Jiri Ehrenberger zwar noch einmal heran, doch der Ausgleich blieb den Oberschwaben letztlich verwehrt.

Die CHG Arena war mit 3418 Zuschauern wieder einmal ausverkauft. Für Stimmung war also gesorgt, zumal die Gäste aus Franken mit einem Sonderzug anreisten und mit rund 400 Fans vor Ort waren.

Die Towerstars, die am Sonntag auch noch auf Robin Just aufgrund einer Unterkörper Blessur nach einem geblockten Schuss im Spiel gegen Crimmitschau verzichten mussten. wollten von Beginn an zeigen wer der Herr im Haus ist. Sie hatten durch Mathieu Pompei und David Zucker schon in der Startminute gute Einschussmöglichkeiten.

Nach rund sieben Minuten kamen auch die Gäste besser ins Spiel und auch Towerstars Torhüter Jonas Langmann hatte Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Da sowohl zwei Ravensburger Überzahlspiele als auch ein Powerplay der Gäste keinen Treffer brachten, blieb das flotte Startdrittel letztlich torlos.

Im zweiten Abschnitt bekamen die Towerstars allerdings Probleme in der defensiven Abstimmung und bereits nach zehn Sekunden musste Sören Sturm den Puck von der Linie kratzen. Die Sache war so knapp, dass die Hauptschiedsrichter zur Klarheit den Videobeweis konsultierten. Der Druck der Bayreuth Tigers nahm danach noch mehr zu und nach vier Minuten traf Jozef Potac mit einem verdeckten Schlenzer aus der zweiten Reihe zum 0:1.

Zu diesem Zeitpunkt saß Julian Kornelli auf der Strafbank und dies nicht ganz unumstritten. Während der in unmittelbarer Nähe befindliche Hauptschiedsrichter bei einem Zweikampf hinter dem Tor sogar noch auf „Weiterspielen“ plädierte, hob der an der Mittellinie postierte Unparteiische die Hand zur angezeigten Strafzeit. Alle Proteste blieben allerdings erfolglos.

Der Schock nach dem Gegentreffer saß tief auf Ravensburger Seite, denn in der Defensive leistete man sich fortan einige individuelle Fehler und auch im Spielaufbau biss man sich oftmals an der gegnerischen blauen Linie fest. Die Folge ließ nicht allzu lange auf sich warten. Henry Martens schlenzte frei im Slot zum 0:2 ein. Immerhin: Die Towerstars rackerten sich im weiteren Verlauf des Mitteldrittels wieder ins Spiel zurück, viele gute Chancen wurden allerdings ausgelassen.

Den Schlussabschnitt begannen die Oberschwaben mit einem wahren Sturmlauf. Adäquates Mittel zur Überbrückung der neutralen Zone waren Einzelaktionen, im gegnerischen Drittel brachten sich die Oberschwaben dann immer wieder gut in Position. Nach knapp vier Minuten wurde der Druck belohnt. Sören Sturm schlenzte aus der Halbdistanz in den linken Torwinkel, die Towerstars waren wieder im Spiel.

Der Rückschlag folgte allerdings vier Minuten später. Heatley hatte in der Ravensburger Zone viel Platz und diesen nutzte er eiskalt aus. Mit einem verzögerten Schlenzer schob er die Scheibe zum 1:3 ins lange Eck.

Danach rackerten die Gastgeber mit dem Mut der Verzweiflung und nochmals veränderten Sturmreihen, doch die Zeit glitt ihnen durch die Finger. Als Torhüter Jonas Langmann in der Schlussphase einem sechsten Feldspieler Platz machte, stocherte Daniel Pfaffengut den Puck doch noch zum 2:3 Anschlusstreffer über die Linie. Mehr als ein Schuss an den Außenpfosten in der Schlusssekunde sprang letztlich nicht mehr raus.  Bildergalerie

0:1 24:07 Potac (Busch, Bartosch, 5:4), 0:2 28:43 Martens (Heatley, Järveläinen) 1:2 44.04 Sturm (Svoboda) 1:3 48.02 Heatley (Rajala, Järveläinen), 2:3 59:02 Pfaffengut (Svoboda, Hinse) (Strafminuten; Towerstars 6, Bayreuth 10, Zuschauern: 3418 (ausverkauft)