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Towerstars erleben böse Heimüberraschung

19.09.2015 - Das baden-württembergische Derby gegen den amtierenden Meister Bietigheim hatten sich die Ravensburg Towerstars wahrlich anders vorgestellt. Das Team von Trainer Daniel Naud verlor in eigener Halle mit 1:7, dabei stand bis zur 23. Minute nach starker Leistung noch eine 1:0 Führung auf der Anzeigetafel.

Von: F.Enderle, Towerstars Pressesprecher

Gegen die Bietigheim Steelers setzte es für die Oberschwaben eine böse Überraschung in eigener Halle. Bild: Kim Enderle

Einen ersten Vorgeschmack über die individuelle Stärke der Bietigheim Steelers bekamen die knapp 2500 Zuschauer bereits in den ersten beiden Minuten, als sich die Gäste im Ravensburger Drittel in Powerplay-Manier festsetzten und Torhüter Christian Rohde schon gut zu tun hatte. Doch nach den ersten Wechseln lief es bei den Oberschwaben von Spielzug zu Spielzug besser und nach vier Minuten hielt Konstantin Schmidt die Schlägerkelle in einen millimetergenauen Pass von Kollege Brian Roloff und traf zum 1:0.

Danach sahen die Zuschauer ein beherztes Towerstars Team, das durch die Führung ordentlich Selbstvertrauen getankt hatte. Die hochkarätigen Möglichkeiten blieben allerdings ungenutzt. Steelers Torhüter Andreas Mechel, der kurz vor dem Spiel durchaus überraschend als Startup-Torhüter nominiert wurde, konnte weitere Treffer mit gutem Stellungsspiel verhindern.

Nach rund acht Minuten wurde das Spiel dann wieder deutlich ausgeglichener und auch die Gäste kamen wieder zu guten Tormöglichkeiten. In der 16. Minute war der Puck prompt über die Ravensburger Torlinie gerutscht, doch die Hauptschiedsrichter Christian Oswald und Cori Müns zeigten unmissverständlich an, dass der Treffer wegen Torraumabseits keine Anerkennung finden sollte.

Der zweite Abschnitt war gerade 134 Sekunden alt, da sollte ein letztlich nachhaltiger Rückschlag erfolgen. Bietigheim drehte mächtig auf und ehe die Towerstars richtig die Positionen bezogen hatten, drückte Matt McKnight den Puck zum 1:1 Ausgleich über die Linie. Der Gegentreffer zeigte Wirkung, nur zweieihalb Minuten war es die selber Bietigheimer Meistersturmreihe, die sich für das 1:2 verantwortlich zeigte. Nur 13 Sekunden nach dem Anspielbully kam es zur nächsten Schlüsselszene des Spiels. Mathieu Tousignant kassierte für einen Bandencheck eine 5 plus Spieldauerstrafe und musste vorzeitig unter die Dusche.

Doch das Towerstars Team kämpfte aufopferungsvoll, warf sich fünf Minuten lang in die Schüsse und brachte die fünfminütige Unterzahl tatsächlich schadlos über die Zeit. Dass derartige Situationen ein Team noch mehr zusammenschweißt, sollte sich auch danach bei den Ravensburger Cracks bestätigen. Kaum wieder komplett, eröffneten sich hochkarätige Möglichkeiten.

Zwischen  der 30. Minute hätte zunächst Konstantin Schmidt, dann Tylor Gron und auch Stephan Vogt eigentlich den 2:2 Ausgleich machen müssen. Doch für den nächsten Treffer zeigten sich die Gäste verantwortlich. Zunächst besorgte Palka mit einem effektiv abgeschlossenen Konter das 1:3, 50 Sekunden vor der Pause erhöhte Dominic Auger gar noch auf 1:4. Zu diesem Zeitpunkt saß Radek Krestan auf der Strafbank.

Die Hoffnung auf die Wende im Spiel zerplatzte nach 73 im Schlussdrittel gespielten Sekunden wie eine Seifenblase. Frederik Cabana traf zum 5:1 danach lief bei den Towerstars nichts mehr, bei den Gästen alles zusammen. Bis zur 45. Spielminute schraubten Wrigley und erneut Cabana den Spielstand auf ein ernüchterndes 1:7 nach oben. Lediglich die Tatsache, dass der danach eingewechselte Torhüter Matthias Nemec k keinen Gegentreffer mehr schlucken musste, galt im Schlussdrittel als positiver Aspekt.

„Es reicht halt einfach nicht, gegen solche einen Gegner nur 20 Minute solides Eishockey zu spielen“, sagte ein ziemlich enttäuschter Towerstars Coach Daniel Naud.

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