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Bittere Niederlage beim amtierenden Meister

04.02.2018 - Trotz zweimaliger Führung und guter taktischer Einstellung sind die Ravensburg Towerstars in Frankfurt ohne Punkte geblieben. Die Entscheidung zugunsten der Gastgeber fiel erst in der 56. Spielminute.

Von: F.Enderle, Towerstars Pressesprecher

Bild: F.Enderle

Die Towerstars gerieten vor der starken Kulisse von über 5300 Zuschauern früh in Bedrängnis und Torhüter Jonas Langmann war schon in den ersten Minuten ordentlich geprüft. In der 3. Minute gab es jedoch Entlastung, als Dalton Yorke wegen Haltens auf die Strafbank musste und die Ravensburger Cracks ein Powerplay aufziehen konnten. Pech hatte hier Kilian Keller, als er aus der Halbdistanz nur den rechten Pfosten traf. Eine dreiviertel Minute später war die Ravensburger Führung aber doch perfekt. Nach einem Konter gelangen der ersten Sturmreihe gleich mehrere Nachschüsse, letztlich vollendete Brian Roloff unbedrängt zum 0:1.

Frankfurt machte zwar weiterhin Druck, doch die Oberschwaben ließen nur zwei Minuten später den zweiten Treffer folgen. Diesmal war es die dritte Sturmformation, die nach einem schnell vorgetragenen Gegenangriff zuschlug. Daniel Pfaffengut legte zurück auf Kollege Justin Buzzeo und dessen Schuss schlug unhaltbar unter der Latte zum 0:2 ein. In den Folgeminuten änderte sich nur wenig. Frankfurt ließ die Scheibe gut laufen und hatte sicherlich optische Vorteile. Die Towerstars standen allerdings gut vor dem eigenen Tor und auch Torhüter Jonas Langmann bewies starkes Stellungsspiel. Machtlos war er allerdings in der 16. Minute, als die Vorderleute den Puck nicht aus dem Slot brachten. Mathiew Pistilli schaltete am schnellsten und traf aus der Drehung zum 1:2 Anschlusstreffer. Bitter war freilich für die Oberschwaben, dass Daniel Pfaffengut kurz vor der ersten Pause einen Sololauf nicht zum 1:3 verwerten konnte. Löwen Torhüter Antti Karjalainen parierte mit einem starken Fanghand-Save.

In den 2. Spielabschnitt hatte das Team von Trainer Jiri Ehrenberger einen wahrlich schlechten Start. Gerade einmal 20 Sekunden waren gespielt, da schob Patrick Jarrett den Puck flach zum 2:2 Ausgleich ins rechte Eck. Auch hier waren die Oberschwaben einen entscheidenden Tick zu spät in der Abstimmung. Das folgende Spielgeschehen war weitgehend eine Kopie des ersten Abschnitts. Frankfurt machte viel Druck, die Towerstars standen tief und lauerten auf Konter. Ein solcher bescherte den Oberschwaben zur Freude der mitgereisten Fans in der 32. Minute prompt die 2:3 Führung. Allerdings waren die Towerstars zu diesem Zeitpunkt in numerischer Unterzahl, das steigerte freilich das eigene Selbstvertrauen. Das war auch von Nöten, denn in der Schlussphase des zweiten Spielabschnitts brannte es teils lichterloh vor dem Tor von Jonas Langmann. Dieser hatte auch zweimal das Glück auf seiner Seite, als zwei Schüsse an Latte und Pfosten knallten. Auf der Gegenseite konnte die dritte Sturmformation der Towerstars ein 3:1 Break nicht zum möglichen 2:4 nutzen.

Eine Strafzeit gegen Vincenz Mayer wurde in den Schlussabschnitt übernommen und dies war mit ausschlaggebend für den 3:3 Ausgleich. Zwar war der Ravensburger Kapitän gerade wieder von der Strafbank zurück geeilt, doch die Abstimmung passte sich nicht schnell genug an und Pistilli schlenzte aus kurzer Distanz zum 3:3 Ausgleich ein. Nachdem die Towerstars in den ersten zehn Minuten des Schlussabschnitts meist in der eigenen Zone mit Defensivaufgaben beschäftigt waren, ergaben sich danach doch wieder mehr eigene Möglichkeiten. Eine sehr gute Chance auf die erneute Führung bot sich auch sechseinhalb Minuten vor Schluss, als sich die Löwen ein Foul leisteten. Doch es ergaben sich nur wenige Schussmöglichkeiten, die zwei Minuten Überzahl verstrichen ohne Ertrag. Allerdings war das nicht das einzige Problem, das den Towerstars zu schaffen machte. Gerade waren die Gastgeber wieder vollständig, als sie einen Gegenangriff starteten und Nils Liesegang den Puck zum 4:3 am umkurvten Jonas Langmann vorbeischob.

Zwar mobilisierten die Towerstars in den Schlussminuten noch einmal alle Kräfte, doch der Ausgleich gelang nicht mehr. „Es war sehr bitter, dass wir das Spiel nicht in die Verlängerung geschafft haben“, sagte Trainer Jiri Ehrenberger nach dem Spiel und ergänzte: „So bleibt uns nichts anderes übrig, als uns auf die Punkte am nächsten Wochenende zu konzentrieren.“

0:1 05:23 Roloff (Proft, Supis)
0:2 07:41 Buzzeo (Pfaffengut, Sturm)
1:2 15:35 Pistilli- (Breitkreuz, Liesegang)
2:2 20:20 Jarrett (MacLeod)
2:3 31:16 Pfaffengut (Kruminsch, Keller, 4:5)
3:3 40:57 Pistilli (Liesegang , Breitkreuz)
4:3 55:35 Liesegang (Dumont, Faber)
Strafminuten: Frankfurt 2, Ravensburg 6.
Zuschauer 5311

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