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EV Ravensburg
01.12.2012

Punkte endlich wieder in eigener Halle gebucht

Die Ravensburg Towerstars haben Dank einer kämpferisch guten Leistung und Toren von Cabana, Krestan, Hall und Bräuner letztlich verdient mit 4:2 gegen Kaufbeuren gewonnen.

Von: F.Enderle, Towerstars Pressesprecher

Tobias Bräuner sorgte mit dem 4:2 vier Minuten vor Schluss für die Entscheidung. Bild: Kim Enderle

Die Cracks von Trainer Petri Kujala traten wie im Vorfeld angekündigt mit veränderten Sturmreihen an und starteten trotz klarer Überlegenheit etwas nervös in die Partie. Das spielerische Übergewicht war zwar allgegenwärtig, jedoch war Stefan Vajs im Kaufbeurer Tor nicht zwingend in Bedrängnis. Etwas überraschend für die knapp 2400 Zuschauer rutschte der Puck dann in der 8.min zur Gäste-Führung über die Linie. Einen Schuss von Jakub Körner konnte Torhüter Christian Rohde nicht ausreichen genug mit den Beinschienen blocken. Exakt eine Minute zuvor scheiterten die Gäste am linken Pfosten.

Der Gegentreffer tat den Ravensburger Cracks alles andere als gut , der Schock saß sichtlich tief im Spiel der Gastgeber. Kaufbeuren hatte durchaus hochkarätige Möglichkeiten, den Vorsprung in der Schlussphase des Startdrittels zu erhöhen, stattdessen erlösen die Towerstars sich selbst und die Fans mit dem 1:1 Ausgleich. Mehrfach konnte Vajs den Puck abwehren, doch letztlich schaltete Frederik Cabana am schnellsten und drückte den Puck über die Linie.


Befreit spielten die Towerstars danach im zweiten Abschnitt auf. Einen  Schuss an den Innenpfosten kurz nach Wiederbeginn nutzten die Kujala Cracks als Weckruf, erhöhten danach das Tempo und starteten ein minutenlanges Powerplay. Gleich zwei Tore resultierten aus dieser eindrucksvollen Phase. Zunächst ließ Radek Krestan in der zweiten Minute des Mitteldrittels ESV-Torhüter Vajs mit einem Schuss fast von Torlinie aus ins lange Eck schlecht aussehen, viereinhalb Minuten später erhöhte Adam Hall freistehend auf 3:1. Danach ließen es die Oberschwaben etwas gemächlicher angehen. Zunächst hatte dies keinen Einfluss auf das Spiel, doch mehr und mehr konnten die Gäste aus dem Allgäu Druck erzeugen und in der 33.min stand es plötzlich nur noch 3:2. Dominik Krabbat zog vom rechten Bullypunkt ansatzlos ab und der Puck schlug im linken Torwinkel ein. Die Towerstars wackelten danach immer wieder, die zweite Pause kam sichtlich zur rechten Zeit.


Der Schlussabschnitt  offenbarte in der 47.min eine Schlüsselszene. Einen in die Höhe abgeprallten Puck spielte Towerstars Keeper Rohde weiter, der zurückschwingende Schläger traf Kaufbeurens Topscorer Tächtinen im Gesicht. Hauptschiedsrichter Zoelt Heffler hatte zunächst keine Strafzeit erkennen können, beriet sich allerdings mit den Assistenten und schickte dann doch etwas überraschend Torhüter Rohde mit einer 5 plus Spieldauerstrafe vom Eis. Ravensburgs Backup-Keeper Matthias Nemec musste entsprechend kalt in Presche springen. Die Gäste stellten sich insbesondere durch Karl Hudson allerdings wenig clever an, kassierten kurz danach selbst eine Strafzeit und die Towerstars überstanden die Unterzahl letztlich schadlos . Die Vorentscheidung folgte dann vier Minuten vor Schluss. Die Towerstars mobilisierten ihre Kräfte, sorgten wieder für mehr Druck auf das gegnerische Tor und Tobias Bräuner verwertete einen Nachschuss zum 4:2. Eine vielversprechenden Gelegenheit, eventuell den Torhüter zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis zu nehmen, offenbarte sich den Allgäuer Gästen letztlich nicht mehr.
Towerstars Trainer Petri Kujala war mit Spiel und Ergebnis seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben etwas nervös begonnen, aber im zweiten Abschnitt haben uns die zwei schnellen Tore natürlich gut getan“, sagte der Coach.
Am Sonntag sind die Oberschwaben dann zu Gast bei den Heilbronner Falken, die sich am Abend mit 6:3 bei den Lausitzer Füchsen durchsetzten konnten.