Das Spiel, besser gesagt bereits das Vorfeld, gestaltete sich wenig vielversprechend. Im Schneechaos zwischen Meersburg und Überlingen stecken reihenweise LKW fest, letztlich standen die Oberschwaben über eine Stunde im Stau und kamen erst um kurz nach 19 Uhr in Schwenningen an. Das Spiel startete daraufhin mit 10 Minuten Verzögerung. Doch auch die verhinderten nicht, dass die Cracks von Trainer Petri Kujala zunächst unkonzentriert und wenig druckvoll agierten. Den Gastgebern spielte das prompt in die Karten zumal sie nach fünfeinhalb Minuten auch in Führung gingen. Gerade war Adam Hall nach einer Strafe von der Bank geeilt, der Befreiungsschlag war damit bereits ein Icing und unmittelbar nach dem folgenden Bully fand der Weg im Nachschuss zum 1:0 ins Netz. Auch danach lief bei den Oberschwaben wenig zusammen, die Wild Wings machten in der neutralen Zone die Räume eng und unterbanden die meisten Ravensburger Angriffe schon im Ansatz. Ab der 10.min lief es aber deutlich flüssiger in den Towerstars Reihen, die Frequenz der hochkarätigen Chancen erhöhte sich deutlich und Alexander Thiel hätte in der 14.min eigentlich den 1:1 Ausgleich markieren müssen. Er war aber offensichtlich überrascht, dass ihm der Puck vor die Füße prallte und er junge Stürmer lupfte den Puck über das Tor.
Schon mit dem ersten Angriff im zweiten Abschnitt hätte es Tommi Hannus besser machen können. Ein Abstimmungsproblem zwischen der Wild Wings Hintermannschaft und Torhüter Lukas Lang ermöglichte dem finnischen Stürmer zwischen Bullypunkt und Torlinie einen Schuss auf das völlig leere Tor, doch der Puck flitzte um wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Auch Adam Hall und Brian Maloney hatten Riesengelegenheiten auf den durchaus verdienten Ausgleich, doch wieder fehlten die berühmten Zentimeter. Erneut bitter war für die Oberschwaben dann kurz vor der zweiten Pause das 2:0 der Hausherren. Dan Hacker brachte aus kurzer Distanz aus der Drehung den Puck im rechten Torwinkel unter, drei Sekunden später wären die Kujala-Cracks nach einer Strafzeit wieder komplett gewesen.
Das Schlussdrittel startet so ungünstig, wie der Mittelabschnitt endete. Nach nur zwei Minuten schloss Peter Bohn im Nachschuss zum 3:0 ab, wieder bescherte eine Strafzeit den Wild Wings den entscheidenden Vorteil. Wer glaubte, das Spiel wäre jetzt gelaufen, sah sich jäh getäuscht. Adam Hall drückte vier Minuten später den Puck zum Anschlusstreffer über die Linie und entfachte damit eine äußerst trotzige Phase der Towerstars. Die Wild Wings kamen fortan kaum mehr aus der eigenen Zone und als Christopher Oravec sechseinhalb Minuten vor Schluss mit dem 2:3 den direkten Anschlusstreffer markierte, stand das Spiel auf Messers Schneide. Doch die Towerstars mussten mit der verstärkten Offensive mehr Risiko eingehen, dies mündete in der Schlussphase in einer Strafzeit und mit dem 4:2 Powerplay-Tor durch Meyer mit einem Schuss an den rechten Innenpfosten letztlich in der Entscheidung. Als Torhüter Christian Rohde noch einmal einem sechsten Feldspieler Platz machte, war das 5:2 exakt mit der Schlusssirene letztlich noch ein Tor für die Statistik.
Am Sonntag empfangen die Towerstars dann um 18.30 Uhr in eigener Halle den SC Riessersee. Karten gibt es bei allen VVK-Stellen von ReserviX, im Fanshop sowie an der Abendkasse.