Im ersten Abschnitt spielte sich die Begegnung vor mageren 850 Zuschauern, darunter 25 aus Ravensburg, weitgehend im Mitteldrittel ab. Chancen waren auf beiden Seiten zunächst Mangelware, zumindest hatten die Towerstars bei fortdauerndem Spiel doch klare Vorteil.
Bis zur 17.min blieb die Begegnung absolut torlos, dies sollte sich aber dramatisch ändern. Einen Fehler hinter dem eigenen Tor nutzte Garmisch´s NHL-Star Matthew D´Agostini eiskalt zur 1:0 Führung der Gastgeber. Diese hatte allerdings nur 28 Sekunden Bestand. Noch bevor der Stadionsprecher die Torschützen des Garmischer Treffers ansagte, zirkelte Matt Kelly den Puck völlig freistehend mit einem Handgelenkschuss zum 1:1 Ausgleich in den Torwinkel. Wieder kam der Hallenansager nicht mit seiner Arbeit nach, denn diesmal brauchten die Towerstars nur 26 Sekunden, um einen rabenschwarzen Stellungsfehler der Gastgeber durch Adam Hall gar zum 1:2 zu nutzen. So wurden beide Ravensburger Tore zur Freude der 25 Ravensburger Fans gleich in einem Aufwasch angesagt. Der SC Riessersee präsentierte sich danach völlig von der Rolle. Dass Frederik Cabana 67 Sekunden vor der zweiten Pause im gefühlten fünften Nachschuss gar den dritten Treffer markierte, bestätigte dies deutlich.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schienen die Werdenfelser etwas schwungvoller aus der Kabine gekommen zu sein, doch die durchaus gefährlichen Angriffe auf das Tor von Christian Rohde bedeuteten auch verstärke Kontermöglichkeiten der Towerstars. Einen solchen nutzen Frederik Cabana und Radek Krestan nach 27 Minuten eiskalt zum 1:4. Cabana leitete die Scheibe an der blauen Linie exakt weiter, Krestan ließ dem Garmischer Torhüter keinerlei Abwehrchance. Hätten die Oberschwaben ihre klarsten Chancen konsequenter verwertet, wäre das Spiel sicherlich entspannter vonstatten gehen können. So mussten die Ravensburger Cracks in der Schlussphase doch noch höllisch aufpassen, dass die Begegnung doch nicht mehr zu eng wurde. Unterstrichen wurde diese Einschätzung durch das 2:4 98 Sekunden vor dem Ende. Dennoch war der Sieg der Kujala-Cracks am Ende klar verdient und auch wichtig, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.